Der vietnamesische Botschafter in Kambodscha, Nguyen Minh Vu, und kambodschanische Akademiker trafen sich gestern in Phnom Penh zu einem runden Tisch, um die strategische Bedeutung des bevorstehenden 14. Nationalkongresses der Kommunistischen Partei Vietnams (KPV) zu erörtern und die anhaltende Stärke der Beziehungen zwischen Kambodscha und Vietnam zu bekräftigen.
Die Diskussion mit dem Titel „Die Kommunistische Partei Vietnams in der neuen Entwicklungsära“ wurde von der vietnamesischen Botschaft organisiert und versammelte kambodschanische Wissenschaftler und Forscher.
Botschafter Nguyen Minh Vu beschrieb den 14. Parteitag, der vom 19. bis 25. Januar in Hanoi stattfinden soll, als entscheidenden Meilenstein für die Definition der Entwicklung Vietnams in einer neuen Ära. Er erklärte, dass der Kongress vier Jahrzehnte der Erneuerung umfassend überprüfen, die Umsetzung der Resolutionen des 13. Parteitags bewerten und Entwicklungsziele und -richtungen für die nächsten fünf und zehn Jahre festlegen wird, mit einer langfristigen Vision bis 2045.
Der Botschafter betonte, dass der Kongress inmitten sich schnell entwickelnder, komplexer globaler und regionaler Dynamiken stattfindet, die starke, vorausschauende politische Entscheidungen erfordern, um aufkommende Herausforderungen anzugehen und neue Chancen zu nutzen. Es wird erwartet, dass der Kongress eine zentrale Rolle bei der Förderung der Entwicklungsziele Vietnams bis 2030, dem hundertjährigen Bestehen der KPV, und bis 2045, dem 100. Jahrestag der Gründung des vietnamesischen Staates, spielen wird.
Die Diskussionen am runden Tisch konzentrierten sich auf den Parteiaufbau in der neuen Ära, die Beziehungen zwischen der KPV und der Kambodschanischen Volkspartei, Vietnams außenpolitische Aussichten nach dem Kongress und die Perspektiven für die bilaterale wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Kin Phea, Generaldirektor des International Relations Institute of Cambodia, hob die anhaltende Stärke der Kambodscha-Vietnam-Beziehungen hervor und beschrieb sie als in historischer Solidarität, gegenseitigem Respekt und friedlicher Koexistenz verwurzelt. Er betonte, dass die langjährige Freundschaft zwischen den beiden Ländern eine grundlegende Säule der bilateralen Beziehungen in der neuen Entwicklungsära bleibt, wobei beide Seiten die Achtung der Souveränität, Unabhängigkeit, territorialen Integrität und Nichteinmischung nachdrücklich unterstützen und die politische Stabilität und die nationalen Entwicklungspfade des jeweils anderen Landes fördern.
Phea fügte hinzu, dass sich die bilateralen Beziehungen im Rahmen sowohl bilateraler als auch multilateraler Rahmenwerke diversifiziert haben, wodurch die beiden Nationen gemeinsam globale Herausforderungen angehen, die Zusammenarbeit auf allen Ebenen ausbauen und das gegenseitige Verständnis verbessern können, um größere Ergebnisse national und international zu erzielen.
Him Raksmey, Exekutivdirektor des Cambodian Centre for Regional Studies, betonte die Bedeutung einer verstärkten Koordinierung zwischen Kambodscha und Vietnam zur Bewältigung regionaler und internationaler Probleme. Er forderte eine Ausweitung der bilateralen Zusammenarbeit in politischen, wirtschaftlichen und sozialen Sektoren, um die Interdependenz zu erhöhen und die zwischenmenschlichen Verbindungen zu stärken. Raksmey hob auch die Notwendigkeit besserer Mechanismen zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen hervor, insbesondere bei der Land- und Seegrenzvermessung und -abgrenzung.
Quelle: Ben Sokhean, Vietnamese envoy, Cambodian scholars highlight bilateral ties, Khmer Times, 9. Januar 2026.
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