UN unterstützt Kambodscha bei der Hilfe für Vertriebene

UN unterstützt Kambodscha bei der Hilfe für Vertriebene

Der Artikel beschreibt die aktive Unterstützung der Vereinten Nationen in Kambodscha bei der Durchführung einer schnellen, multisektoralen Bedarfsanalyse. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Hunderttausenden von Binnenvertriebenen (IDPs) zu helfen, die infolge thailändischer Angriffe auf kambodschanische Provinzen ihre Heimat verlassen mussten. Die Initiative wird gemeinsam vom Nationalen Komitee für Katastrophenmanagement (NCDM) der kambodschanischen Regierung und den Vereinten Nationen als Co-Vorsitzenden des Humanitären Reaktionsforums (HRF) geleitet, was eine koordinierte Anstrengung zur Bewältigung der humanitären Krise darstellt.

Im Rahmen dieser Bewertung kommen UN-Organisationen und humanitäre Partner zusammen, um direkt mit den betroffenen Binnenvertriebenen und lokalen Behörden zu arbeiten. Dabei werden dringende Bedürfnisse in kritischen Sektoren wie Unterkunft, Wasser- und Sanitärversorgung, Gesundheit, Ernährungssicherheit, Bildung, Existenzsicherung und Schutz identifiziert. Die Ergebnisse dieser Analyse sind entscheidend, um die kambodschanische Regierung und ihre Partner bei der Priorisierung der Hilfsmaßnahmen, der Stärkung der Koordination und der Bereitstellung zeitnaher, standardbasierter humanitärer Unterstützung zu leiten.

Die UN in Kambodscha betonte, dass diese Bedarfsanalyse Teil einer umfassenden UN-Antwort ist, um alle vom Konflikt betroffenen Menschen zu unterstützen. Seit Juli haben bereits über 100.000 Menschen in sieben Provinzen direkte Unterstützung von den HRF-Partnern erhalten, darunter essentielle Güter und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung, Gesundheit, Bildung, Nahrungsmittel und Unterkunft. Zudem arbeitet die UN eng mit der Regierung zusammen, um Migranten, die aus Thailand zurückkehren, durch gezielte Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Beschäftigungsfähigkeit und durch die Bereitstellung wichtiger sozialer Dienste, einschließlich Sozialschutzprogrammen, zu unterstützen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der UN-Arbeit ist die detaillierte Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen des Konflikts auf Binnenvertriebene und zurückkehrende Migranten. Ziel dieser Analyse ist es, einen umfassenden Wiederherstellungsplan zu entwickeln, der sowohl die unmittelbaren Bedürfnisse als auch mittelfristige Herausforderungen und den Wiederaufbau adressiert. Die dramatischen Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der Krise: Etwa 640.000 Kambodschaner – davon mehr als die Hälfte Frauen und ein Drittel Kinder – wurden vertrieben, nachdem sie ihre Häuser aufgrund von Schusswechseln, Beschuss und Luftangriffen Thailands verlassen mussten, was auf eine massive humanitäre Katastrophe hindeutet.

Angesichts der eskalierenden Situation rief die internationale Hilfsorganisation Oxfam zu einem sofortigen Waffenstillstand auf. Dies sei unerlässlich, um eine weitere Verschärfung der humanitären Krise auf beiden Seiten der Grenze zu verhindern. Oxfam appellierte eindringlich an beide Konfliktparteien, die Spannungen umgehend zu deeskalieren, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt einzuhalten und zur Kuala Lumpur Joint Declaration vom 26. Oktober zurückzukehren, die einen Weg zum Frieden aufzeigen sollte. Eine nachhaltige Friedenslösung und eine koordinierte humanitäre Reaktion sind in dieser Region von höchster Dringlichkeit.

Quelle: Torn Vibol, UN support for multi-sector rapid needs assessment to help displaced, Khmer Times, December 26, 2025.
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