Nach dreitägigen intensiven Verhandlungen hat das Sekretariatstreffen des Allgemeinen Grenzausschusses (GBC) zwischen Thailand und Kambodscha eine Einigung über die Bedingungen eines anfänglichen Waffenstillstandsabkommens erzielt. Das Treffen fand in der thailändischen Provinz Chanthaburi statt und führte zu einem Konsens, der ab dem 27. Dezember 2025 in Kraft treten wird. Diese Entwicklung stellt einen wichtigen Schritt zur Deeskalation der Spannungen an der gemeinsamen Grenze dar und markiert einen bemerkenswerten Erfolg diplomatischer Bemühungen, die darauf abzielen, eine friedliche Lösung für langjährige Grenzfragen zu finden. Die Verhandlungen waren von großer Bedeutung, da sie die Basis für zukünftige Beziehungen und die Sicherheit der Anrainerstaaten legen.
Der thailändische Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul bestätigte die Ergebnisse nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Nachmittag des 26. Dezember. Er gab bekannt, dass der thailändische Verteidigungsminister am 27. Dezember an einem GBC-Treffen mit seinem kambodschanischen Amtskollegen in Chanthaburi teilnehmen wird. Ziel dieses entscheidenden Treffens ist die Finalisierung einer gemeinsamen Erklärung im Rahmen des Kuala-Lumpur-Abkommens, das die grundlegenden Richtlinien für die Grenzbeziehungen der beiden Länder festlegt und als Eckpfeiler für die regionale Stabilität dient. Die bevorstehende Unterzeichnung symbolisiert das Engagement beider Seiten für eine konstruktive Zusammenarbeit.
Anutin Charnvirakul betonte ausdrücklich, dass Thailand weiterhin an den vier Kernprinzipien des Abkommens festhalten werde, die Respekt, gegenseitiges Verständnis und die Einhaltung internationaler Gesetze umfassen. Er fügte hinzu, dass, sollte bei dem Treffen der beiden Verteidigungsminister am 27. Dezember ein Konsens erzielt werden, eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet werden würde. Diese Erklärung würde die Verpflichtung beider Nationen zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Stabilität in der Region bekräftigen und einen klaren Rahmen für zukünftige Interaktionen und die Bewältigung potenzieller Streitigkeiten bieten. Der Prozess unterstreicht die Wichtigkeit bilateraler Dialoge zur Lösung komplexer geopolitischer Herausforderungen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, der von Thailand in den Verhandlungen vorgeschlagen wurde, war ein 72-Stunden-Waffenstillstand. Premierminister Anutin erklärte, dass dies eine Bedingung sei, die Bangkok für die Akzeptanz durch Phnom Penh vorgelegt habe. Diese Maßnahme könnte dazu beitragen, das Vertrauen zwischen den beiden Ländern weiter zu stärken, indem sie eine Phase der Ruhe und der Überprüfung der Einhaltung des Abkommens ermöglicht. Ein solcher temporärer Waffenstillstand ist oft ein Präzedenzfall für dauerhaftere Friedensregelungen und schafft eine Grundlage für nachhaltigen Frieden und verbesserte bilaterale Zusammenarbeit. Die Vereinbarung wird von der internationalen Gemeinschaft als positives Zeichen für die regionale Stabilität und die diplomatischen Bemühungen in Südostasien begrüßt.
Die Bedeutung dieser Einigung kann nicht unterschätzt werden. Grenzkonflikte können schnell eskalieren und weitreichende Auswirkungen auf die Bevölkerung und die regionale Wirtschaft haben. Durch die Festlegung klarer Bedingungen und die Verpflichtung zur weiteren Zusammenarbeit demonstrieren Thailand und Kambodscha ihre Entschlossenheit, eine friedliche Koexistenz zu gewährleisten. Dies schafft nicht nur Sicherheit für die direkt betroffenen Gemeinden entlang der Grenze, sondern fördert auch ein Klima der Stabilität, das für Investitionen und Entwicklung in der gesamten ASEAN-Region von entscheidender Bedeutung ist. Die bevorstehende Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung wird daher mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
Quelle: VNA, Thailand and Cambodia agree on the terms of the initial ceasefire, Khmer Times, December 27, 2025.
Link zum Artikel
