Angesichts von Drohungen der Königlich Thailändischen Streitkräfte, Kraftstoffexporte nach Kambodscha auf dem Seeweg zu blockieren, haben thailändische Energieunternehmen wie PTT und Bangchak jegliche Kraftstoffexporte aus Thailand bestritten. Diese Dementi erfolgen inmitten erneuter Grenzspannungen zwischen den beiden Nachbarländern seit dem 8. Dezember.
Bereits am 17. November hatte der kambodschanische Senatspräsident Hun Sen klargestellt, dass PTTOR-Tankstellen in Kambodscha ihren Kraftstoff aus Singapur und Malaysia beziehen und nicht mehr aus Thailand. Er warnte vor negativen Auswirkungen auf die kambodschanische Wirtschaft, falls Bürger thailändische Unternehmen, die in Kambodscha investieren, boykottieren. Hun Sen rief die Bevölkerung dazu auf, keine extremen Maßnahmen wie das Verbrennen thailändischer Waren zu ergreifen, sondern stattdessen Bestände zu verkaufen und Importe zu stoppen, um kambodschanische Produkte zu fördern.
Der führende Wirtschaftswissenschaftler Duch Darin bestätigte, dass Kambodschas Kraftstoffversorgung über den internationalen Markt, hauptsächlich aus Singapur, Vietnam und Malaysia, erfolgt. Er hob hervor, dass Kambodschas Kraftstoffmarkt nach einem Freihandelsmodell funktioniert, das auf Erschwinglichkeit, Zuverlässigkeit und logistischer Effizienz basiert. Diese Diversifizierung stärke die Energiesicherheit des Landes und reduziere geopolitische Risiken.
Chea Chandara, Präsident der Logistics and Supply Chain Business Association of Cambodia (LOSCBA), erklärte, dass Kambodscha seit der Grenzschließung Ende Juni den Import strategischer Güter, einschließlich Kraftstoffen, aus Thailand eingestellt habe. Alle früheren Öl-, Gas- und Kraftstoffimporte aus Thailand seien vollständig durch Lieferanten aus Singapur, Malaysia und anderen Ländern ersetzt worden, was die anhaltende Energiesicherheit Kambodschas gewährleiste.
Chandara äußerte jedoch Zweifel an einer schnellen Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens in PTTOR-Stationen. Die Stimmung unter den Kambodschanern sei weiterhin tief betroffen, da Einnahmen letztendlich mit der thailändischen Muttergesellschaft geteilt würden. Die Wut der Öffentlichkeit wurde durch abfällige Kommentare einiger thailändischer Influencer weiter angeheizt und hat sich von Kraftstoffen auf thailändische Produkte im Allgemeinen ausgeweitet. Trotz der Konflikte hat PTTOR am 3. Dezember in einer Erklärung ihr Engagement für den Betrieb in Kambodscha und die Unterstützung ihrer Partner bekräftigt und klargestellt, dass Gerüchte über eine Einstellung des Betriebs nur Worst-Case-Szenarien betrafen.
Quelle: Nhean Chamrong, Thai energy firms deny fuel export to Cambodia, Khmer Times, 17. Dezember 2025.
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