Thai-Drohnen verletzen Kambodschas Hoheitsgebiet

Thai-Drohnen verletzen Kambodschas Hoheitsgebiet

Das kambodschanische Innenministerium meldete mehrere Verletzungen seines Hoheitsgebiets durch thailändische Aufklärungsdrohnen am Montag und Dienstag. Diese Vorfälle stellen eine klare Verletzung der territorialen Integrität Kambodschas dar und geben Anlass zur Sorge hinsichtlich der Grenzsicherheit und der internationalen Beziehungen zwischen den beiden südostasiatischen Nationen.

In der Montagnacht wurde eine thailändische Aufklärungsdrohne über der Provinz Pursat gesichtet, während eine weitere ähnliche Drohne im Bereich des internationalen Grenzübergangs Cham Yeam in der Provinz Koh Kong gemeldet wurde. Diesen ersten Verstößen folgten weitere Zwischenfälle in der Dienstagnacht. Dem Bericht des Ministeriums zufolge wurde eine thailändische Aufklärungsdrohne aus dem Bereich von Gate 56 eingesetzt, und zwei weitere Aufklärungsdrohnen überquerten das Gebiet O’Phluk Damrei in der Gemeinde Thmar Da, Bezirk Veal Veng, Provinz Pursat. Die systematische Natur dieser gemeldeten Eindringlinge deutet auf ein Muster von Überwachungsaktivitäten der thailändischen Seite hin.

Als Reaktion auf diese Entwicklungen bekräftigte das kambodschanische Innenministerium seine Verpflichtung, die Situation entlang der Frontlinie genau zu überwachen. Das Ministerium koordiniert seine Bemühungen mit den Königlich Kambodschanischen Streitkräften, um die nationale Souveränität wirksam zu schützen und die rechtmäßige territoriale Integrität zu wahren. Dieser kooperative Ansatz unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der Kambodscha diese Grenzverletzungen betrachtet, und seine Entschlossenheit, seine nationalen Interessen zu schützen.

Neben den unmittelbaren Sicherheitsbedenken betonte das Ministerium auch seinen Fokus auf die Verwaltung des Wohlergehens der vertriebenen Personen in den betroffenen Grenzregionen. Die Provinzverwaltungen wurden angewiesen, weiterhin Daten zu sammeln, Inspektionen durchzuführen und die Auswirkungen der Vertreibung im größtmöglichen Umfang zu bewältigen. Diese humanitären Bemühungen sind entscheidend für das Wohlergehen der von der volatilen Grenzsituation betroffenen Bewohner. Darüber hinaus gibt es laufende Initiativen zur Beschleunigung der Wiederaufnahme der öffentlichen Dienstleistungen in diesen Gebieten, verbunden mit einer verstärkten Zusammenarbeit mit den Fronttruppen zur Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen und zur Aufrechterhaltung der Gesamtlage in den Grenzprovinzen.

Der Bericht enthielt auch aktualisierte Zahlen zur vertriebenen Bevölkerung, die darauf hindeuten, dass mit Stand 6:00 Uhr am Berichtstag weitere 16.756 vertriebene Personen erfolgreich in ihre Häuser zurückgekehrt waren. Von insgesamt über 640.000 ursprünglich vertriebenen Personen sind etwa 460.000 inzwischen zurückgekehrt, was eine erhebliche Rückführungsanstrengung bedeutet. Eine beträchtliche Anzahl von 186.760 vertriebenen Personen verbleibt jedoch weiterhin in Flüchtlingslagern. Diese verbleibende Bevölkerung umfasst 98.027 Frauen und 61.169 Kinder, was die anhaltende humanitäre Herausforderung hervorhebt, der sich Kambodscha gegenübersieht, um die sichere und dauerhafte Rückkehr aller betroffenen Bürger zu gewährleisten. Die kontinuierlichen Drohneneindringlinge erschweren diese bestehenden Herausforderungen zusätzlich und erfordern anhaltende Wachsamkeit und diplomatisches Engagement.

Quelle: Khmer Times, Thai scout drones reported violating Cambodia’s territory, Khmer Times, January 7, 2026.
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