Die Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde Kambodschas (SERC) hat in enger Zusammenarbeit mit der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) einen entscheidenden Schritt zur Weiterentwicklung des nationalen Kapitalmarktes unternommen. Kürzlich wurde eine spezielle Schulung organisiert, die darauf abzielte, den Regulierungsrahmen für Exchange-Traded Funds (ETFs) zu stärken und somit das Wachstum des Kapitalmarktes zu fördern. Diese Initiative ist integraler Bestandteil umfassenderer Anstrengungen, die darauf abzielen, Kambodschas Finanzsektor zu modernisieren und internationalen Standards anzupassen.
Thay Sokphalline, die Direktorin der Abteilung für Wertpapieremissionen bei SERC und gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende der ETF-Arbeitsgruppe, führte die Arbeitsgruppe sowie Vertreter der Abteilung für Rechtsangelegenheiten zu der Schulung. Diese fand am 6. Januar in der Hauptstadt Phnom Penh statt und diente als wichtige Plattform für den Austausch von Fachwissen und die gemeinsame Entwicklung zukünftiger regulatorischer Richtlinien. Die Beteiligung verschiedener Stakeholder unterstreicht die Bedeutung eines koordinierten Ansatzes für die Einführung und Regulierung komplexer Finanzprodukte wie ETFs.
Während der Sitzung präsentierten Experten der ADB eine detaillierte Einführung und einen umfassenden Überblick über Exchange-Traded Funds. Ziel war es, den kambodschanischen Fachleuten ein fundiertes Verständnis der Struktur, Funktionsweise und der potenziellen Vorteile dieser Anlageprodukte zu vermitteln. Ergänzend dazu stellte ein Vertreter der Abteilung für Wertpapieremissionen von SERC einen Entwurf für eine spezifische Richtlinie zur Ausgabe von ETF-Anteilen vor. Dies demonstriert die konkreten und bereits fortgeschrittenen Arbeiten an einem robusten rechtlichen Rahmen, der für die erfolgreiche Einführung und den sicheren Handel von ETFs in Kambodscha unerlässlich ist.
Ein zentraler Bestandteil der von der ADB unterstützten Diskussion war die detaillierte Analyse der mit ETFs verbundenen Schlüsselrisiken und wichtigen Überlegungen. Besonders hervorgehoben wurde, dass multinationale oder ausländische ETFs, deren zugrunde liegende Wertpapiere in verschiedenen Währungen denominiert sind, zusätzliche Risikofaktoren mit sich bringen. Dazu gehören Währungsschwankungen und die Komplexität der grenzüberschreitenden Regulierung, die besondere Aufmerksamkeit erfordern, um Anleger effektiv zu schützen und die Marktintegrität zu gewährleisten.
Darüber hinaus wurde ein besonderes Augenmerk auf gehebelte ETFs gelegt. Hierbei wurden deren spezifische und oft erhöhte Risikoprofile gründlich erörtert. Zu diesen Risiken gehören das Potenzial für überproportional hohe Verluste im Vergleich zur Marktbewegung des zugrunde liegenden Index, der sogenannte Volatilitätsverfall, der sich aus der täglichen Neugewichtung ergibt, sowie Komplexitäts- und Derivaterisiken. Letztere entstehen durch den Einsatz anspruchsvoller Finanzinstrumente wie Futures-Kontrakte und Swaps, die die Hebelwirkung erzeugen und die Risikoexposition des Anlegers signifikant erhöhen können. Die Notwendigkeit einer klaren und umfassenden Regulierung solcher Produkte wurde betont, um sowohl die Stabilität des Kapitalmarktes zu sichern als auch die Interessen der Investoren umfassend zu schützen. Die gemeinsame Initiative von SERC und ADB ist ein Beweis für das Engagement Kambodschas, seinen Finanzmarkt zu stärken und auf ein höheres Niveau der Entwicklung zu heben.
Quelle: Nhean Chamrong, SERC, ADB advance ETF regulatory framework to support capital market development, Khmer Times, Aktuell.
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