Sar Sokha fordert Banken zur Betrugsbekämpfung auf

Sar Sokha fordert Banken zur Betrugsbekämpfung auf

Sar Sokha, stellvertretender Premierminister und Innenminister Kambodschas, hat einen dringenden Appell zur verstärkten Zusammenarbeit zwischen Banken, Mikrofinanzinstitutionen (MFIs) und dem Innenministerium ausgesprochen. Ziel dieser Kooperation ist es, die alarmierende Zunahme von Telefon- und Social-Media-Betrug im Land wirksam zu bekämpfen.

Sokha äußerte sich bei der Abschlusszeremonie des Nationalen Konsultationsworkshops zum Entwurf des Nationalen Strategieplans zur Identifizierung, Phase 2 (2026–2035), der im Sun and Moon Riverside Hotel stattfand. Er hob eine Reihe jüngster Betrugsfälle hervor, die Bürgerinnen und Bürger im ganzen Land zum Ziel hatten. Allein in den letzten zwei Monaten hätten die Behörden zahlreiche Vorfälle beobachtet, bei denen Kriminelle Beamte von Banken oder Mikrofinanzinstitutionen imitierten, um ihre Opfer zu täuschen.

Der stellvertretende Premierminister bezeichnete den wachsenden Trend als „zutiefst besorgniserregend“. Er betonte, dass die realistische Aufmachung dieser Betrügereien – von gefälschten Telefonnummern bis hin zu nachgemachten Ausweisen – es der Öffentlichkeit zunehmend erschwere, sie zu erkennen. Diese Raffinesse der Täter stelle eine erhebliche Herausforderung für die Sicherheitsbehörden und die Finanzbranche dar, da die Unterscheidung zwischen legitimen und betrügerischen Anfragen für Laien kaum noch möglich sei.

„Um dieses Problem zu lösen, muss es vom Innenministerium ausgehen“, erklärte Sokha und fügte hinzu, dass er bereits spezialisierten Einheiten angewiesen habe, ihre Anstrengungen zu intensivieren. Diese Maßnahme sei ein erster Schritt, doch die eigentliche Wirksamkeit liege in der übergreifenden Zusammenarbeit.

Sokha unterstrich die entscheidende Bedeutung eines schnellen und koordinierten Vorgehens zwischen Strafverfolgungsbehörden und Finanzinstitutionen, und zwar auch an Wochenenden. Er wies darauf hin, dass viele Betrugsfälle am Samstag oder Sonntag stattfänden. „Wenn unsere Beamten zur Arbeit kommen, ist das Geld bereits überwiesen oder abgehoben. Es ist weg.“ Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, Echtzeit-Kommunikationskanäle und -protokolle zu etablieren, die es den beteiligten Parteien ermöglichen, sofort auf verdächtige Aktivitäten zu reagieren, um finanzielle Verluste für die Opfer zu minimieren oder gar zu verhindern.

Die Fähigkeit der Betrüger, schnell zu agieren und Gelder zu verschieben, bevor offizielle Kanäle aktiviert werden können, erfordert eine Anpassung der Reaktionszeiten und der organisatorischen Abläufe. Die Forderung nach einer 24/7-Bereitschaft und nahtloser Abstimmung ist daher zentral für den Erfolg der Betrugsbekämpfung in Kambodscha und soll das Vertrauen der Bevölkerung in das Finanzsystem und die staatlichen Schutzmechanismen stärken.

Quelle: Sreekanth Ravindran, Sokha calls for cooperation between banks, MFIs and Interior Ministry to combat scammers, Khmer Times, Aktuell.
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