Rückkehr kambodschanischer Soldaten nach 155 Tagen thailändischer Gefangenschaft

Rückkehr kambodschanischer Soldaten nach 155 Tagen thailändischer Gefangenschaft

Kambodscha erlebt eine Welle der Freude und Erleichterung: 18 kambodschanische Soldaten wurden nach 155 Tagen thailändischer Gefangenschaft freigelassen. Die Nachricht hat bei der Bevölkerung, wie die Journalistin Som Sotheary von den Khmer Times in Gesprächen feststellte, große Emotionen ausgelöst. Während die Freilassung der Truppen als Sieg gefeiert wird, bleibt eine tiefe Besorgnis über die fragile Waffenruhe und die Möglichkeit erneuter Grenzkonflikte mit Thailand bestehen.

Chhat Chhe, 45, drückte seine große Freude über die Heimkehr der Soldaten aus, gab jedoch zu, zwischenzeitlich die Hoffnung verloren zu haben, da Thailand seine Versprechen nicht einhielt. Er betonte, den thailändischen Zusagen nicht mehr zu vertrauen und wünsche sich nun vor allem dauerhaften Frieden, damit die Bürger ein normales Leben führen können, ohne unter den Auswirkungen des Konflikts leiden zu müssen.

Orn Sabat, 42, berichtete von den Schwierigkeiten, die der Konflikt für das Geschäft mit sich brachte. Die Freilassung der Soldaten ermögliche es nun, wieder unbesorgt Handel zu treiben. Doch auch sie äußerte anhaltende Sorge um ihre Angehörigen an der Grenze und die Ungewissheit, ob die Kampfhandlungen tatsächlich eingestellt werden. Die Angst vor einer Eskalation des Konflikts bleibt präsent.

Khiev Davuth, 51, war überwältigt von der Nachricht der Freilassung und gestand, beinahe Tränen der Erleichterung vergossen zu haben. Er erinnerte sich an die Trauer, die er und andere für die Familien der gefangenen Soldaten empfanden. Trotz des vermeintlichen Endes des Krieges herrscht Unsicherheit über die Situation an der Grenze. Sein größter Wunsch ist die Rückkehr des Friedens, insbesondere angesichts des Leidens von Flüchtlingen, weinenden Kindern und schwangeren Frauen, die vom Krieg betroffen sind.

Sao Ry, 36, äußerte seine Dankbarkeit gegenüber der Regierung für ihren Einsatz, der die Wiedervereinigung der Soldaten mit ihren Familien ermöglichte. Er hegt jedoch weiterhin Misstrauen gegenüber der thailändischen Seite, deren Kommunikation er als inkonsistent und widersprüchlich empfindet, im Gegensatz zur vermeintlichen Ehrlichkeit der Kambodschaner. Diese Inkonsistenz schürt seine Angst vor einem erneuten Ausbruch des Krieges.

Chhoeun Sophary, 36, wünschte den freigelassenen Soldaten gute Gesundheit und dem Land dauerhaften Frieden. Ihre Sorge rührt von der Hartnäckigkeit der thailändischen Seite während der Verhandlungen her, was sie befürchten lässt, dass die Zukunft weitere Herausforderungen bereithält. Auch sie sehnt sich nach nichts anderem als Frieden und der sicheren Rückkehr aller Soldaten zu ihren Familien.

May Kimheap, 49, beschrieb die sofortige Freude und Aufregung, die die Nachricht auf dem Marktplatz auslöste. Sie schätzt die Wiederherstellung des Friedens, bleibt aber wachsam und besorgt über die Möglichkeit plötzlicher Angriffe. Auch sie dankte der Regierung für ihre Bemühungen zur Lösung des Problems, das allen Bürgern große Freude bereitet hat. Die Menschen in Kambodscha sind zwar glücklich über die Heimkehr ihrer Soldaten, die tiefe Skepsis gegenüber der Stabilität der Lage und der Zuverlässigkeit Thailands bleibt jedoch bestehen, was den Wunsch nach einem dauerhaften und gesicherten Frieden umso stärker macht.

Quelle: Som Sotheary, Soldiers’ return brings relief, happy tears, Khmer Times, January 1, 2026.
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