Polizeibeamter wegen Beschimpfung von Untergebenen zur Rechenschaft gezogen

Polizeibeamter wegen Beschimpfung von Untergebenen zur Rechenschaft gezogen

Der stellvertretende kambodschanische Polizeichef, Generalleutnant Seang Thearith, sieht sich mit ernsthaften disziplinarischen Maßnahmen konfrontiert, nachdem ein Vorfall, bei dem er Untergebene beschimpfte und unangemessene Gesten machte, in den sozialen Medien viral ging. Das Innenministerium hat die Angelegenheit als Verstoß gegen den Disziplinarkodex der kambodschanischen Nationalpolizei eingestuft und handelt entschlossen, um die Integrität der Streitkräfte zu wahren.

Oberst Nuon Piseth, ein stellvertretender Leiter der Stabsabteilung, erläuterte die Umstände des Vorfalls. Demnach sei Generalleutnant Seang Thearith, 29 Jahre alt, offenbar in Wut geraten, weil seine Untergebenen ihn wiederholt bedrängten, verschiedene Dokumente zu unterzeichnen. Diese Frustration mündete in verbalen Ausbrüchen und anstößigen Gesten gegenüber den betroffenen Beamten. Die Relevanz dieser Angelegenheit wird durch die Tatsache unterstrichen, dass solche Verhaltensweisen von Führungspersonen unter keinen Umständen toleriert werden können, da sie die Autorität und das Ansehen der gesamten Polizeibehörde untergraben.

Der Wendepunkt kam, als ein unzufriedener Untergebener die Äußerungen des Offiziers über die Messaging-App Telegram teilte. Von dort aus verbreitete sich der Inhalt rasend schnell in den sozialen Medien, was zu einer breiten öffentlichen Empörung und scharfen Verurteilung von Generalleutnant Thearith führte. Die schnelle Verbreitung und der massive Rückgang in der öffentlichen Meinung machten ein sofortiges Handeln seitens der Behörden unumgänglich, um das Vertrauen in die Polizei nicht weiter zu gefährden.

Nachdem Innenminister Sar Sokha Kenntnis von der Kontroverse erlangt hatte, traf er am 17. November die Entscheidung, offizielle Disziplinarmaßnahmen gegen den Generalleutnant einzuleiten. Eine vom Sprecher des Innenministeriums am selben Tag veröffentlichte Erklärung bestätigte diese Haltung. Darin wurde präzisiert: „Nachdem der Fall von Generalleutnant Seang Thearith, dem stellvertretenden Nationalen Polizeichef, der unangemessene Worte und Gesten gegenüber untergebenen Offizieren verwendete, in sozialen Medien und verschiedenen Medien gemeldet wurde, hat die Führung des Innenministeriums den Fall geprüft, untersucht und beschlossen, Disziplinarmaßnahmen gemäß dem geltenden Disziplinarkodex der kambodschanischen Nationalpolizei zu ergreifen.“

Dieser Vorfall verdeutlicht nicht nur die wachsenden Auswirkungen digitaler Medien auf die Überwachung und Rechenschaftspflicht von Amtsträgern, sondern auch die klare Botschaft der kambodschanischen Regierung, dass Fehlverhalten und der Missbrauch von Autorität innerhalb der Staatsdienste nicht geduldet werden. Es sendet ein starkes Signal an alle Beamten, dass professionelles und respektvolles Verhalten zu jeder Zeit erwartet wird, insbesondere gegenüber Untergebenen.

Quelle: Buth Reaksmey Kongkea, Police officer faces action for cursing at subordinates, Khmer Times, November 20, 2025.
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