Kambodschas Premierminister Hun Manet hat die Medien zu verantwortungsvoller Berichterstattung aufgerufen. Er forderte die Redakteure auf sicherzustellen, dass die Berichterstattung, insbesondere über Grenzkonflikte, die militärische Moral nicht untergräbt, Sicherheitsrisiken nicht offenlegt oder Operationen an der Front nicht stört. Diese Botschaft richtete er an das 22. kambodschanische Redakteursforum am Freitag, wo er die Rolle der Journalisten hervorhob.
Die Verbreitung von Informationen, insbesondere Nachrichten im Zusammenhang mit territorialen Streitigkeiten mit Nachbarländern, müsse sorgfältig anhand offizieller Quellen von Regierungsführern, Ministerien und zuständigen Behörden überprüft werden. Diese Vorsicht sei notwendig, um die Verbreitung falscher oder fabrizierter Informationen zu verhindern, die Hass oder extremen Nationalismus schüren, Spannungen eskalieren lassen, die nationale Sicherheit untergraben, die nationale Einheit schwächen oder Verwirrung bei nationalen und internationalen Zielgruppen stiften könnten.
Hun Manet betonte die Bedeutung der Berufsethik und forderte Journalisten dringend auf, keine sensiblen Informationen wie Truppenpositionen und -bewegungen, Waffen, Ausrüstung oder andere militärische Details zu veröffentlichen oder weiterzugeben, die die nationale Sicherheit gefährden oder Personal in Gefahr bringen könnten. Medien wurde nahegelegt, sich eng an offizielle Quellen zu halten, insbesondere an das Verteidigungsministerium, das regelmäßig über Entwicklungen informiert.
Der Premierminister riet Journalisten auch, bei der Weitergabe unbestätigter Informationen aus den sozialen Medien erhöhte Vorsicht walten zu lassen. In Konfliktzeiten sollten Journalisten weiterhin genaue, gut recherchierte Informationen aus offiziellen Kanälen, einschließlich der Provinzbehörden, einholen. Er forderte die Öffentlichkeit auf, der Regierung und dem Militär zu vertrauen, die sich weiterhin für die friedliche Lösung von Grenzfragen einsetzen und gleichzeitig das Volk schützen sowie die nationale Souveränität und territoriale Integrität wahren.
Hun Manet betonte ferner die Notwendigkeit, das Nationalbewusstsein zu fördern und die öffentliche Beteiligung an nationalen Anliegen zu ermutigen, darunter die Verteidigung der Souveränität, die Bewahrung des Friedens, die Aufrechterhaltung der politischen Stabilität und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Er hob hervor, dass Medienorganisationen die Einhaltung der Berufsethik verbessern und die Qualifikationen von Journalisten durch regelmäßige Schulungen und Kapazitätsaufbauprogramme stärken müssen. Er forderte zudem ein hohes Maß an Verantwortung bei der Nachrichtenbeschaffung, -berichterstattung und -verbreitung, wobei die journalistische Ethik, die Einhaltung der Behördenrichtlinien und das Unterlassen der Verbreitung irreführender oder verzerrter Informationen strikt beachtet werden sollten, um Spannungen nicht zu erhöhen oder Bemühungen um einen friedlichen Dialog zu untergraben.
Huy Vannak, Präsident der Union der Journalistenföderationen Kambodschas, merkte an, dass die Pressefreiheit mit Professionalität, ethischen Standards und qualitativ hochwertigen Inhalten einhergehen müsse. Er stellte fest, dass die Rolle der Presse sowohl im traditionellen als auch im Online-Sektor zurückgegangen sei, wobei einige Outlets unreguliert operieren und sinkende ethische Standards aufweisen. Dies sei ein gemeinsames Anliegen, das eine Stärkung in staatlichen und privaten Mediensektoren erfordere. Vannak fügte hinzu, dass der Privatsektor zwar historisch eine starke Rolle im Journalismus als freiem Beruf gespielt habe, er sich jedoch nun stärker anpassen müsse, da neue Technologien die traditionellen Medien gestört und professionelle Standards in Frage gestellt hätten.
Quelle: Hang Punreay, PM urges responsible reporting for sake of national security, Khmer Times, December 22, 2025.
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