Das 5. Nationale Orchideenforum in Phnom Penh, unter dem Thema „Der Wert wilder Orchideen für Ökosysteme, Gemeinschaften und die Wirtschaft“, rückte die einheimischen „kesor kol“ genannten Wildorchideen in den Mittelpunkt des Interesses der kambodschanischen Regierung. Umweltminister Eang Sophalleth eröffnete die Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Ministeriums und hob die entscheidende Rolle des Forums hervor, das verschiedene Orchideenarten, Zierpflanzen und biologische Produkte präsentiert.
Sophalleth betonte die Wichtigkeit der Stärkung der Zusammenarbeit zur Erweiterung des Sok An Phnom Kulen Orchideen-Forschungs- und -Schutzzentrums in der Provinz Siem Reap. Er skizzierte Kambodschas umfassendere Umweltstrategie, die sich an der ersten Phase der Pentagonalen Strategie orientiert. Diese Strategie konzentriert sich auf fünf Prioritäten – „Menschen, Straßen, Wasser, Elektrizität und Technologie“ – um Wachstum zu fördern und die wirtschaftliche Produktivität zu steigern. Diese Bemühungen zielen darauf ab, auf die Vierte Industrielle Revolution, die digitale Transformation und ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu reagieren und zur Vision des Landes für 2050 beizutragen.
Das Ministerium setzt zudem sein „Green Sprouts“-Programm fort, im Rahmen dessen in diesem Jahr landesweit über 3,4 Millionen Baumsämlinge verteilt werden, um die Wiederaufforstung und den Umweltschutz zu fördern. Das 2019 gegründete Forschungs- und Schutzzentrum dient als Kambodschas erste Samen- und Genbank und bietet Schutz und Wiederherstellung wilder Kesor-Kol-Arten. Es ermöglicht auch Forschungs- und Bildungsmöglichkeiten für Studenten und Wissenschaftler. Das Ministerium beabsichtigt, das Zentrum zu einer Touristenattraktion auszubauen, die den kulturellen Tourismus von Angkor ergänzt und die Abhängigkeit der Gemeinschaften von Abholzung und nicht nachhaltiger Nutzung natürlicher Ressourcen verringert.
Sam Inn, Staatssekretär des Ministeriums, berichtete, dass Kambodscha erhebliche Fortschritte bei der Erforschung wilder Orchideen erzielt hat, wobei Forscher über 400 Arten dokumentiert haben. Laut Inn hat das Orchideenzentrum in Phnom Kulen fast 5.000 Orchideenexemplare gesammelt, die über 200 Arten repräsentieren, von denen 119 formell identifiziert und in die nationale Datenbank aufgenommen wurden. Fünfzig Artenexemplare wurden zur formellen Identifizierung und Registrierung an das Nationale Naturkundemuseum in Paris geschickt.
Quelle: Ben Sokhean, Resplendent ideas bloom at Phnom Penh orchid forum, Khmer Times, 27. November 2025.
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