Phnom Penh: Luxusautos wegen illegaler Sirenen beschlagnahmt

Phnom Penh: Luxusautos wegen illegaler Sirenen beschlagnahmt

Die Verkehrspolizei der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hat in einer entschlossenen Aktion vier Luxusfahrzeuge beschlagnahmt. Diese Maßnahme erfolgte, nachdem die Fahrer der betroffenen Autos in den sozialen Medien Videos veröffentlicht hatten. Die Aufnahmen zeigten deutlich, wie sie während einer Spritztour unerlaubt Polizeisirenen einsetzten, um sich einen Vorteil im Straßenverkehr zu verschaffen und möglicherweise Aufmerksamkeit zu erregen. Der Einsatz, der schnell nationale Aufmerksamkeit erregte, wurde auf Anordnung von Generalleutnant Chuon Narin, dem stellvertretenden Nationalpolizeichef, in die Wege geleitet. Die Koordination der gesamten Operation oblag Generalmajor Heng Ratana, der in der Phnom Penh Municipal Police für den Bereich Verkehr zuständig ist und die Wichtigkeit der Durchsetzung der Verkehrsregeln unterstreicht.

Die vier aufsehenerregenden Luxuswagen wurden ursprünglich in der Provinz Kampot gefilmt, wo ihre Fahrer unrechtmäßig Notfallsirenen und Blaulichter nutzten, um sich durch dichten Verkehr zu manövrieren. Es wird vermutet, dass diese Handlungen bewusst inszeniert wurden, um auf Social Media viral zu gehen und somit eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen. Das schnelle und entschiedene Vorgehen der Nationalpolizei nach der Verbreitung des viralen Videos zeigte die Ernsthaftigkeit, mit der solche Verstöße gegen die öffentliche Ordnung und die Verkehrssicherheit in Kambodscha geahndet werden. Die betreffenden Fahrer wurden umgehend vorgeladen, um sich mit den zuständigen Beamten zu treffen und sich einer "Erziehungssitzung" zu unterziehen.

Während dieser Belehrung wurde den Fahrern unmissverständlich klargemacht, dass derartige unbefugte Nutzung von Sirenen und Lichtern nicht nur eine direkte Verletzung der geltenden Verkehrsgesetze darstellt, sondern auch die öffentliche Ordnung erheblich stört. Ein anwesender Polizeibeamter erläuterte die gravierenden Auswirkungen dieses Verhaltens: "Die Installation von Sirenen auf diese Weise beeinträchtigt die Sicherheit der auf den Straßen reisenden Öffentlichkeit erheblich." Er wies darauf hin, dass Bürger diese Fahrzeuge irrtümlicherweise für offizielle Fahrzeuge hochrangiger Beamter oder gar für Krankenwagen halten könnten. Eine solche Verwechslung birgt immense Gefahren, da andere Verkehrsteilnehmer aus Unsicherheit oder dem Wunsch, den vermeintlichen Rettungsfahrzeugen Platz zu machen, gefährliche Ausweichmanöver durchführen könnten. Dies führt nicht nur zu unnötigen Verkehrsstaus, sondern erhöht auch das Risiko von schweren Verkehrsunfällen erheblich.

Die Polizei betonte nachdrücklich, dass bestimmte Verhaltensweisen, die eine Imitation von hoheitlichen Aufgaben darstellen, für Privatpersonen "inakzeptabel" seien und nicht toleriert werden. Als direkte Konsequenz wurden die Fahrer angewiesen, sämtliche illegal installierten Ausrüstungsgegenstände, wie Sirenen und Lichter, von ihren Fahrzeugen zu entfernen. Darüber hinaus mussten sie eine rechtsverbindliche Verpflichtungserklärung unterschreiben, in der sie sich dazu bereit erklärten, solche Verstöße in Zukunft zu unterlassen. Nach der intensiven "Erziehungssitzung" zeigten die beteiligten Autobesitzer Reue und entschuldigten sich öffentlich für ihre Taten. Sie erkannten an, dass ihr Verhalten ein schlechtes Beispiel für andere Verkehrsteilnehmer gesetzt hatte und bedauerten die verursachte Verwirrung und potenzielle Gefahr.

Dieser Fall dient als klares Signal der kambodschanischen Behörden, dass die missbräuchliche Nutzung von Notfallsignalen nicht geduldet wird und dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Einhaltung der Gesetze und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Es unterstreicht auch die Rolle der sozialen Medien bei der Aufdeckung und Ahndung von Gesetzesverstößen, da die viralen Videos der Auslöser für die polizeilichen Ermittlungen waren.

Quelle: Som Sotheary, Phnom Penh police seize luxury cars over illegal sirens, Khmer Times, January 13, 2026.
Link zum Artikel