Phnom Penh feiert Neujahr ohne Feuerwerk

Phnom Penh feiert Neujahr ohne Feuerwerk

Phnom Penh bereitet sich auf die Neujahrsfeierlichkeiten zum Jahreswechsel 2025/2026 vor, wobei die Stadtverwaltung einen moderaten Ansatz gewählt hat, der insbesondere auf ein Feuerwerk verzichtet. Stattdessen wird die Chaktomuk Walk Street für drei Tage, vom 31. Dezember bis zum 2. Januar, wiedereröffnet. Diese Initiative soll den Tourismus in der Hauptstadt fördern und bietet Besuchern Stände mit lokalen Produkten, Essensverkäufern sowie traditionelle und zeitgenössische Kunstausstellungen. Die Wiedereröffnung der Fußgängerzone ist auch eine Feier der Anerkennung Phnom Penhs durch die BBC, die die Stadt als eines der 20 besten Reiseziele der Welt für das Jahr 2026 bezeichnet hat. Die Entscheidung, auf ein Feuerwerk zu verzichten, wurde getroffen, um die Sicherheit, Ordnung und öffentliche Sicherheit für die Bewohner von Phnom Penh zu gewährleisten.

Experten begrüßen die geplanten Feierlichkeiten, mahnen jedoch zur Mäßigung. Yong Kim Eng, Präsident des People’s Centre for Development and Peace, betonte, dass in Anbetracht der durch grenzüberschreitende Spannungen mit Thailand aufgewühlten nationalistischen Gefühle keine kostspieligen Großveranstaltungen stattfinden sollten. Er schlägt vor, dass stattdessen Gelder zur Unterstützung von Familien verwendet werden sollten, die vom jüngsten Grenzkonflikt betroffen sind, um verletzten Soldaten zu helfen und vertriebenen Zivilisten beizustehen. Einfache, kostengünstige Feiern seien ausreichend und verantwortungsvoll. Chhort Bunthang, ein Philosophieexperte, schloss sich dieser Meinung an und erklärte, dass gedämpfte Feiern den Bürgern helfen könnten, Stress inmitten der seit Juli eskalierten Grenzspannungen abzubauen.

Bunthang wies darauf hin, dass ein vollständiger Verzicht auf Feierlichkeiten die Stadt ruhigstellen und dem lokalen Tourismus schaden könnte, während übermäßig prächtige Veranstaltungen die Bürger verärgern könnten, insbesondere diejenigen, die Familienmitglieder verloren haben. Er sieht die Organisation bescheidener, feuerwerksfreier Veranstaltungen als einen vernünftigen Kompromiss, der das soziale Leben aufrechterhält, ohne die Bevölkerung zu verprellen. Der Artikel erwähnt auch, dass Kambodscha und Thailand nach monatelangen Auseinandersetzungen am 27. Dezember ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet haben. Beide Seiten einigten sich darauf, alle Feindseligkeiten einzustellen, provokative Aktionen zu vermeiden und ihre derzeitigen Truppenpositionen beizubehalten. Der Konflikt hatte tragische Folgen, darunter über 30 Todesfälle, fast 100 Verletzte und die Vertreibung von über einer halben Million Zivilisten.

Quelle: Som Sotheary, Three, two, one… Phnom Penh counts down to New Year, sans fireworks, Khmer Times, December 31, 2025.
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