Offizieller wegen Betrugs bei kambodschanischer Staatsbürgerschaft angeklagt

Offizieller wegen Betrugs bei kambodschanischer Staatsbürgerschaft angeklagt

Ein Regierungsbeamter des kambodschanischen Innenministeriums, Miech Han, 53 Jahre alt, wurde kürzlich vom Stadtgericht Phnom Penh wegen Betruges angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, einen chinesischen Geschäftsmann um insgesamt 160.000 US-Dollar betrogen zu haben. Han hatte dem Geschäftsmann versprochen, die kambodschanische Staatsbürgerschaft zu besorgen, konnte diese Zusage jedoch nicht einhalten und verweigerte zudem die Rückzahlung des erhaltenen Geldes.

Die Festnahme von Miech Han erfolgte am Sonntag, nachdem Staatsanwalt Chroeng Khmao am 11. Dezember 2025 einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte. Wie der stellvertretende Leiter des Kriminalpolizeibüros, Lieutenant Colonel Chuon Vuthy, mitteilte, wurde Han nach seiner Festnahme umgehend dem Gericht überstellt, um die erforderlichen rechtlichen Schritte einzuleiten. Der Beamte steht nun unter Anklage wegen Betruges gemäß Artikel 377 und 378 des kambodschanischen Strafgesetzbuches. Eine Verurteilung in diesem Fall könnte eine Haftstrafe von sechs Monaten bis zu drei Jahren nach sich ziehen. Die gerichtliche Befragung des Verdächtigen ist noch im Gange und soll weitere Details ans Licht bringen.

Die Grundlage für die Anklage bildet eine detaillierte Beschwerde, die am 6. Oktober 2025 von dem chinesischen Geschäftsmann Wang Chenjian und seiner kambodschanischen Geschäftspartnerin und Dolmetscherin, Ouk Chantha, eingereicht wurde. In ihrer Beschwerde schilderten die Kläger, wie Miech Han sie in einem Restaurant in Phnom Penh traf. Dort soll Han Wang Chenjian die Beschaffung der kambodschanischen Staatsbürgerschaft zugesagt haben, indem er seine angeblichen Verbindungen zu hochrangigen Polizeibeamten betonte, um Vertrauen zu schaffen. Für diese Dienstleistung wurde ein Betrag von 200.000 US-Dollar vereinbart.

Im Vertrauen auf Hans Versprechen überwiesen Wang Chenjian und Ouk Chantha in zwei separaten Transaktionen insgesamt 160.000 US-Dollar über das Bankkonto von Chantha an den Beamten. Nach Ablauf von mehr als einem Jahr, in dem die versprochene Staatsbürgerschaft nicht erteilt wurde, weigerte sich Miech Han nicht nur, das Geld zurückzuerstatten, sondern brach auch jeglichen Kontakt zu den Klägern ab. Angesichts dieser Umstände fordern die Geschädigten nicht nur die strafrechtliche Verfolgung von Miech Han, sondern auch die vollständige Rückzahlung der 160.000 US-Dollar sowie eine zusätzliche Entschädigung in Höhe von 50.000 US-Dollar für entstandene Schäden. Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit erhöhter Wachsamkeit und rechtlicher Sorgfalt bei Transaktionen, die sensible Bereiche wie die Staatsbürgerschaft betreffen, insbesondere wenn Regierungsbeamte involviert sind.

Quelle: Buth Reaksmey Kongkea, Official charged in $160,000 Cambodian citizenship fraud, Khmer Times, January 6, 2026.
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