Der Artikel "Shared borders, shared futures" betont die entscheidende Rolle der Beziehungen zwischen Nachbarländern für regionalen Frieden und Entwicklung. Die Autorin, Niu Honglin, beleuchtet diese Idee im Kontext einer Podcast-Reihe über globale Governance und eine gemeinsame Zukunft für die Menschheit. Sie argumentiert, dass Frieden nicht durch ferne Rivalitäten zerfällt, sondern wenn Nachbarn aufhören, miteinander zu reden, Grenzen angefochten und Vertrauen untergraben werden. Im Gegensatz dazu führt die Wahl von Dialog, Kooperation und gegenseitigem Nutzen zu Stabilität und Fortschritt.
China hat diesen nachbarschaftsorientierten Ansatz unter Präsident Xi Jinping seit 2013 aktiv verfolgt, basierend auf den vier Prinzipien Amity, Sincerity, Mutual Benefit und Inclusiveness. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die "Belt and Road Initiative" (BRI), die Xi 2013 während eines Besuchs in Kasachstan vorschlug. Zentralasien wurde zu einer der ersten Regionen, die diesen Ansatz erlebte, wobei die Zusammenarbeit flexibel an lokale Prioritäten angepasst wurde.
Kasachstan dient als illustratives Beispiel: Um den Mangel an ausgebildeten Technikern für neue Energiefahrzeuge zu beheben, wurden "Luban Workshops" ins Leben gerufen. Der erste Workshop im Jahr 2023 konzentrierte sich auf Transporttechnologie, gefolgt von einem zweiten im Jahr 2025, der sich der künstlichen Intelligenz widmete. Lehrer reisten über Grenzen hinweg, und Lehrpläne wurden auf lokale Arbeitsmärkte zugeschnitten, was den Studierenden eine sofortige praktische Anwendung des Gelernten ermöglichte und zu einer hohen Einstellungsrate bei großen Unternehmen führte. Dies zeigt, wie nachbarschaftliche Zusammenarbeit reale Lücken füllt, Fähigkeiten aufbaut und ein Gefühl der gemeinsamen, nicht auferlegten Entwicklung schafft.
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Zentralasien haben sich schnell entwickelt, begleitet von der Etablierung langfristiger Kooperationsmechanismen wie regelmäßigen Gipfeltreffen und Außenministertreffen. Im Jahr 2025 unterzeichneten China und die fünf zentralasiatischen Länder einen "Vertrag über dauerhafte Gutnachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit". Solche Abkommen, obwohl sie keine Schlagzeilen machen wie Krisen, sind entscheidend, da sie Erwartungen festlegen und Stabilität als gemeinsame Verantwortung signalisieren. Präsident Xi betonte, dass China unabhängig von globalen Veränderungen ein verlässlicher Nachbar und Partner für die zentralasiatischen Länder bleiben werde.
Das Prinzip der Partnerschaft reicht über direkte Nachbarn hinaus, wie Chinas Beziehungen zu afrikanischen Ländern belegen, die auf Aufrichtigkeit, Gleichheit und gegenseitigem Respekt basieren. Äquatorialguinea ist ein Beispiel dafür, wie Vertrauen über lange Distanzen aufgebaut wird, durch Projekte wie Straßen, Häfen, Krankenhäuser und Ausbildungsprogramme. Diese Freundschaft manifestiert sich auch in gegenseitigen Gesten der Dankbarkeit, einschließlich der Unterstützung Chinas in Krisenzeiten und dem Bau einer Grundschule in der Provinz Yunnan durch eine Spende des Präsidenten von Äquatorialguinea. Solche Beziehungen werden oft von Kindern weitergetragen, die die ursprünglichen Schwierigkeiten, die Nationen zusammenbrachten, nicht erlebt haben.
Die Kernaussage des Artikels ist, dass regionaler Frieden mit der Entscheidung der Nachbarn für Kooperation statt Misstrauen beginnt. Diese nachhaltige Zusammenarbeit schafft Raum für Entwicklung, die wiederum die Sicherheit stärkt. Dauerhafter Frieden wird durch stetige, geduldige Arbeit zwischen Nachbarn aufgebaut, die erkennen, dass gemeinsames Wachstum besser ist, als auseinanderzudriften.
Quelle: Niu Honglin, Shared borders, shared futures, Khmer Times, January 13, 2026.
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