Mizuno produziert Basebälle in Kambodscha

Mizuno produziert Basebälle in Kambodscha

Der japanische Sportartikelhersteller Mizuno erweitert seine globale Präsenz und wird künftig Basebälle in Kambodscha produzieren. Diese strategische Entscheidung, die in einem Bericht von Nikkei Asia veröffentlicht wurde, markiert einen bedeutenden Meilenstein für Kambodschas aufstrebende Sportartikelindustrie und festigt die Rolle des Landes innerhalb regionaler Fertigungslieferketten. Die neue Produktionsstätte wird in der Sonderwirtschaftszone Phnom Penh angesiedelt sein und soll bereits im Juni ihren Betrieb aufnehmen.

Mizuno reagiert mit diesem Schritt auf die erwartete steigende Nachfrage nach professioneller Ausrüstung, insbesondere im Hinblick auf den World Baseball Classic im März 2026, der gemeinsam von den Vereinigten Staaten und Japan ausgerichtet wird. Als offizieller Ausrüster japanischer Profiligen und wichtiger Lieferant für Schul- und Universitätsteams in ganz Japan ist Mizuno ein wichtiger Akteur im Baseball-Sport. Die Fabrik ist darauf ausgelegt, jährlich rund 1,2 Millionen Basebälle zu produzieren und wird zunächst etwa 200 Arbeitskräfte beschäftigen.

Kambodscha wird nach Japan und China zum dritten Produktionsstandort für Mizuno. Ein entscheidender Faktor für diese Standortwahl waren die wettbewerbsfähigen Arbeitskosten in Kambodscha. Laut einem Bericht der Japan External Trade Organisation aus dem Jahr 2025 liegt das durchschnittliche Jahresgehalt von Fabrikarbeitern in Kambodscha, einschließlich Sozialversicherungen, bei 3.931 US-Dollar – 69 Prozent niedriger als in China und 25 Prozent unter dem Niveau in Vietnam. Die Herstellung von Basebällen ist ein arbeitsintensiver Prozess, der in vielen Phasen, insbesondere beim manuellen Nähen der Lederbezüge, erhebliche Fertigkeiten erfordert.

Über die Kostenvorteile hinaus signalisiert Mizunos Investition ein wachsendes Vertrauen in die Fähigkeiten der kambodschanischen Arbeitskräfte. Kambodscha hat sich bereits zu einem regionalen Zentrum für die Bekleidungsherstellung für globale Marken wie Uniqlo entwickelt und verfügt über Fachkräfte, die auch spezialisierte Industrien wie das Diamantschleifen für Luxusschmuckhersteller wie Tiffany unterstützen. Mizunos Engagement reiht sich in eine breitere Welle japanischer Unternehmensaktivitäten ein, die die industrielle Basis Kambodschas stärken.

Beispiele hierfür sind die Montagewerke des Automobilgiganten Toyota in Sonderwirtschaftszonen und die groß angelegten Anlagen von Komponentenherstellern wie Yazaki, die regionale Produktionsnetzwerke versorgen. Darüber hinaus expandiert japanisches Privatkapital auch in den Dienstleistungs- und Immobiliensektor, wie die fortgesetzte Expansion des Einzelhandelsentwicklers Aeon Mall und Projekte wie das VKirirom Pine Resort zeigen, die das japanische Interesse an Ökotourismus und nachhaltiger Entwicklung hervorheben. Japans wirtschaftliches Engagement erstreckt sich auch auf die staatliche Entwicklungshilfe, durch die Tokio über Jahrzehnte hinweg "hochwertige Infrastruktur" bereitgestellt hat, darunter die Erweiterung des Autonomen Hafens Sihanoukville.

Quelle: Sreekanth Ravindran, Japanese firm to manufacture baseballs in Cambodia, Khmer Times, January 9, 2026.
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