Kambodschanische Ministerien, darunter das Ministerium für Industrie, Wissenschaft, Technologie und Innovation (MISTI), das Handelsministerium sowie das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, haben ihre Kräfte gebündelt, um die Registrierung von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU) auf einer einzigen digitalen Plattform zu rationalisieren. Unter dem Vorsitz von Hem Vanndy, Minister für Industrie, Wissenschaft, Technologie und Innovation, und Cham Nimul, Handelsministerin, fand ein Treffen in Phnom Penh statt, um politische Maßnahmen zu identifizieren, die auf Bedenken der Registranten eingehen, Unternehmenskategorien klären und Umsetzungsansätze leiten sollen.
Die vollständige Integration von KMU in das formale System wird als entscheidend für die Stärkung und den Ausbau der nationalen Wirtschaftsgrundlage angesehen. Kambodscha steht jedoch vor verschiedenen Herausforderungen bei der KMU-Registrierung. Dazu gehören die informelle Natur vieler Unternehmen, die zögern oder nicht in der Lage sind, sich zu registrieren; der begrenzte Zugang zu Technologie und Informationen, insbesondere in ländlichen Gebieten; sowie ein komplexer und zeitaufwendiger Prozess, der die Navigation durch mehrere Regierungsstellen und Lizenzanforderungen erfordert. Nicht registrierte Unternehmen können mit niedrigeren Kosten aufgrund geringerer Steuer- und Regulierungspflichten agieren, was einen unfairen Wettbewerb schafft und die Formalisierung anderer Unternehmen entmutigt.
Zusätzliche Probleme wie hohe Inputkosten, komplexe regulatorische Anforderungen und das Fehlen eines einheitlichen Unterstützungssystems erschweren die Registrierung für viele KMU weiter. Die königliche Regierung hat aktiv daran gearbeitet, diese Probleme durch politische Maßnahmen anzugehen, die darauf abzielen, administrative Belastungen zu reduzieren, die Digitalisierung zu fördern und gezielte Unterstützung sowie Anreize für die Formalisierung von KMU bereitzustellen. In früheren Diskussionen zwischen dem MISTI und dem Privatsektor wurden Bedenken geäußert, dass der Registrierungsprozess nicht optimiert ist und die Zusammenarbeit mit mehreren Regierungsstellen sowie sektorspezifischen Lizenzen zeitaufwendig und verwirrend für Unternehmer sein kann.
Das MISTI hat laut eigenen Angaben zwölf zentrale Herausforderungen angegangen, die vom Privatsektor landesweit vorgebracht wurden. Dazu gehören hohe Logistik- und Produktionskosten, unfairer Wettbewerb, begrenzter Zugang zu Finanzmitteln, Märkten, Fähigkeiten, Technologien und Produktionstechniken sowie Fragen der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wie Unternehmens- und Produktregistrierung, Zoll und Besteuerung sowie die Einhaltung von Standards. Minister Vanndy betonte zudem die Notwendigkeit, ein umfassendes Ökosystem für lokale Lieferketten aufzubauen, von Rohstoffen und Verarbeitung über Logistik und Qualitätssicherung bis hin zum Marktzugang. Er sieht diese Herausforderungen auch als Chancen für lokale Produzenten, da die Nachfrage von heimischen Lieferanten steigt und diese ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zunehmend unter Beweis stellen. Das Ziel ist es, nicht nur mehr, sondern auch besser zu produzieren.
Quelle: Sreekanth Ravindran, Ministries join forces for unified platform to streamline MSME registration, Khmer Times, 5. Dezember 2025.
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