Minister fordert verstärkten Kampf gegen Cyberkriminalität in Kambodscha

Minister fordert verstärkten Kampf gegen Cyberkriminalität in Kambodscha

Kambodscha verstärkt seine Bemühungen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität, wie Senior Minister Chhay Sinarith, Leiter des Sekretariats der Kommission zur Bekämpfung der Cyberkriminalität, betonte. Bei der jährlichen Überprüfung und Planung im Nationalen Zentrum für Informationstechnologie forderte Sinarith die Beamten auf, den Fokus auf strategische Hinweise, Forschung und Ermittlungen zu legen, um insbesondere grenzüberschreitende Straftaten zu bekämpfen. Er ermutigte zu einer Stärkung der beruflichen Fähigkeiten durch Schulungen, Erfahrungsaustausch, Aufrechterhaltung der internen Solidarität und Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen und privaten Institutionen.

Die Regierung startete am 14. Juli eine nationale Kampagne gegen Cyberkriminalität, an der Ministerien, Provinzbehörden und Agenturen beteiligt sind. Diese Initiative ermächtigt die gemeinsamen Behörden, härteste rechtliche Schritte gegen Täter einzuleiten. Der Vorstoß erfolgt angesichts Bedenken hinsichtlich Kambodschas Ruf im Bereich der Cyberkriminalität, der von einigen Ländern kritisiert wird. Als Reaktion darauf haben kambodschanische Behörden Operationen in der Hauptstadt und den Provinzen durchgeführt und zahlreiche Bürger sowie ausländische Verdächtige festgenommen.

Online-Betrügereien, oft verbunden mit Menschenhandel und Jobbetrug, haben südostasiatische Länder wie Kambodscha, Thailand, Laos und Myanmar in den letzten Jahren geplagt. Diese Nationen wurden von verschiedenen ausländischen Medien häufig als Zentren für Internetkriminalität bezeichnet. Kambodscha selbst wird, laut dem Sprecher des Innenministeriums Touch Sokhak, oft von Cyberkriminalität aus fortgeschrittenen und benachbarten Ländern wie Thailand heimgesucht.

Im frühen Dezember führten die Behörden gemeinsame Razzien an zwei Orten durch, bei denen 125 Verdächtige festgenommen und zwei koreanische Opfer gerettet wurden. Vom 27. Juni bis zum 14. Oktober berichtete das Sekretariat, dass 3.455 ausländische Cyberkriminalitätsverdächtige in Kambodscha festgenommen wurden. Darunter befanden sich Verdächtige aus 20 Nationalitäten, die in 18 Provinzen und Städten festgenommen wurden, darunter aus China, Vietnam, Indonesien, Indien, Thailand, Südkorea und Russland. Fünfundsiebzig mutmaßliche Rädelsführer und Komplizen wurden vor Gericht gestellt.

Obwohl die Situation unter Kontrolle sei, fügte Sokhak hinzu, setzen die Behörden ihre Bemühungen fort, Cyberkriminalität zu verhindern, einzudämmen und umgehend darauf zu reagieren. Die jüngsten Aktionen und die verstärkte Zusammenarbeit mit internationalen Partnern unterstreichen Kambodschas Engagement im Kampf gegen diese wachsende Bedrohung.

Quelle: Torn Vibol, Turn up the heat on cybercrime, says minister, Khmer Times, January 2, 2026.
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