Mexiko lehnt US-Intervention gegen Drogenkartelle ab

Mexiko lehnt US-Intervention gegen Drogenkartelle ab

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat die Möglichkeit einer militärischen Intervention der USA im Kampf gegen Drogenkartelle in Mexiko entschieden zurückgewiesen. Während einer Pressekonferenz in Mexiko-Stadt betonte sie die fundamentale Bedeutung der nationalen Souveränität und der Stärkung der Einheit des Landes. Sheinbaum erteilte der Notwendigkeit von Gesprächen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der wiederholt vorgeschlagen hatte, US-Truppen zur Bekämpfung des Drogenhandels nach Mexiko zu entsenden, eine klare Absage.

Sie unterstrich, dass jegliche Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit auf gegenseitigem Respekt, Souveränität und Kollaboration ohne Unterordnung basieren müsse. „Ich glaube nicht an eine Invasion; ich glaube nicht einmal, dass sie das sehr ernst nehmen“, sagte Sheinbaum und verwies darauf, dass Trump zwar wiederholt auf die Möglichkeit eines militärischen Eindringens in mexikanisches Territorium bestanden habe, ihre Regierung jedoch stets „entschieden Nein“ gesagt habe.

Die Präsidentin argumentierte, dass das Problem des Drogenhandels nicht durch militärische Aktionen anderer Länder gelöst werden könne. Stattdessen setze die mexikanische Regierung einen umfassenden Anti-Drogen-Plan um, der sich auf die Stärkung der nationalen Sicherheit und die Bewältigung sozialer Probleme konzentriere. Sheinbaum hob hervor, dass der Waffenschmuggel aus den Vereinigten Staaten nach Mexiko eine der Hauptursachen für die Gewaltkriminalität im Land sei.

Trotz dieser Herausforderungen habe ihre Regierung Fortschritte bei der Reduzierung der Gewalt erzielt. Offizielle Daten für den Zeitraum von Oktober 2024 bis November 2025 belegen, dass die Mordrate um 37 Prozent gesunken ist. Darüber hinaus wurden in diesem Zeitraum über 300 Tonnen Drogen beschlagnahmt und fast 1.700 illegale Drogenlabore zerschlagen. Mexiko kooperiert weiterhin aktiv mit den Vereinigten Staaten, unter anderem durch Ausbildung, Informationsaustausch und andere Maßnahmen zur Unterdrückung des Drogenhandels. Sheinbaum bekräftigte, dass diese Zusammenarbeit auf gegenseitigem Respekt beruhe und keine Unterordnung impliziere.

Quelle: Xinhua, Mexico president baulks at possibility of US intervention to combat drug cartels, Khmer Times, January 7, 2026.
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