Manhattan SEZ: Kambodschas Industriemodell mit Singapurs Unterstützung

Manhattan SEZ: Kambodschas Industriemodell mit Singapurs Unterstützung

Die Manhattan Special Economic Zone (MSEZ) in Kambodscha, entlang des Kambodscha-Vietnam-Grenzkorridors gelegen, hat sich über 21 Jahre zu einem führenden Industriepark entwickelt. Mit über 50 Unternehmen, darunter acht börsennotierte, und mehr als 40.000 Industriearbeitern, ist sie ein Paradebeispiel für die industrielle Transformation Kambodschas. Die Singapore-basierte Galilee Foundation plant, eine Kindertagesstätte und eine internationale K-12-Schule in der Zone einzurichten. Zudem sind 2.000-3.000 bezahlbare Wohneinheiten geplant, um die Lebensbedingungen der Arbeiter und Manager zu verbessern.

Im Gegensatz zu Projekten, die hauptsächlich auf Grundstücksverkäufe abzielen, konzentriert sich die Manhattan SEZ auf nachhaltige Entwicklung durch Priorisierung von Infrastrukturinvestitionen wie Stromversorgung, Straßen, Lagerhaltung und Zolldienste. Strenge Parkmanagement- und Sicherheitsstandards schaffen ein „gesundes, standardisiertes und vorhersehbares“ Investitionsklima, das langfristig orientierte Hersteller anzieht. Diese Strategie hat die MSEZ zu einem wichtigen Akteur in der globalen industriellen Verlagerung gemacht, wodurch Kambodscha zunehmend zur ersten Wahl für ausländische Unternehmen wird.

Das Engagement Singapurs ist ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der MSEZ. Der Gründer Clement Yang, ein erfahrener Medizinindustrieller, und Tai Toon Lim, ein Entscheidungsträger aus Singapur, bringen umfassende operative und kapitale Erfahrung ein. Institutionen wie Surbana Jurong unterstützen die Stadtplanung und industrielle Positionierung, während die SUSS (Singapore University of Social Sciences) und die Lotus Academy Arbeiter ausbilden und einen Talentenaustausch fördern. Die Investitionen in soziale Infrastruktur wie Schulen, bezahlbaren Wohnraum und geplante medizinische Einrichtungen, einschließlich eines Krankenhauses, verwandeln die Zone von einem reinen Produktionsraum in eine lebenswerte Industriestadt. Ein informeller Besuch des singapurischen Botschafters unterstreicht die wachsende regionale Bedeutung.

Die Manhattan SEZ ist auch eine strategische Erweiterung von Singapurs regionaler Wirtschaftsplanung. Als wichtiger Knotenpunkt im Kambodscha-Vietnam-Grenzkorridor verbindet sie industrielle Verlagerungen von China über Singapur nach Vietnam und Kambodscha. Dies ermöglicht Kambodscha, Best Practices direkt zu übernehmen und Entwicklungsfehler zu vermeiden. Die langfristigen Investitionen in Bildung, Wohnen und Gesundheitswesen sichern nicht nur eine stabile Belegschaft, sondern fördern auch die Integration von Familien, was die Zone widerstandsfähiger gegenüber Konjunkturzyklen macht.

Die Erfolgsgeschichte der Manhattan SEZ ist ein Referenzmodell für Kambodschas industrielle Zukunft. Sie zeigt, dass das Land nicht nur den Transfer vieler Industrien beherbergen, sondern auch gesunde, standardisierte Industrieparks mit einem vollständigen Ökosystem und einer stabilen Belegschaft aufbauen kann. Sie demonstriert Kambodschas Fähigkeit, sich in ein höheres regionales Industrie- und Wirtschaftsnetzwerk zu integrieren, unterstützt durch tiefgreifendes singapurisches Engagement in Kapital, professionellen Dienstleistungen und sozialen Ressourcen. Die Manhattan SEZ ist somit nicht nur ein erfolgreiches Parkprojekt, sondern ein Maßstab und ein koordinierender Drehpunkt für Kambodschas Industrieparks in dieser Runde der industriellen Verlagerung.

Quelle: Khmer Times, Manhattan Special Economic Zone: A Cambodian Industrial Economy Model Guiding Cambodia–Vietnam Economic Corridor, 26. November 2025.
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