Malaysia und Kambodscha: Lehren aus Fehlern bei Infrastruktur und Tourismus

Malaysia und Kambodscha: Lehren aus Fehlern bei Infrastruktur und Tourismus

In einem Leserbrief äußert Watannac Richard aus Kalifornien, USA, seine Besorgnis über Malaysias Vorbereitung auf das „Visit Malaysia Year 2026“, da die dortigen Fehler als mahnende Beispiele für Kambodscha dienen könnten. Der Autor hebt gravierende Mängel in beiden Ländern hervor, insbesondere in den Bereichen öffentlicher Nahverkehr, öffentliche Toiletten sowie Flughäfen und nationale Fluggesellschaften.

Hinsichtlich des öffentlichen Nahverkehrs sind sowohl Malaysia als auch Kambodscha von Einschränkungen betroffen. In Malaysia dominiert die Mitfahr-App Grab, die jedoch unter Mängeln wie häufigen Stornierungen leidet. Kambodscha erlebt ähnliche Probleme, darunter versuchte Überhöhungen und Hürden für Grab-Fahrer am neuen Techo International Airport (TIA), wie Uniformpflichten und fehlende präzise Abholorte. Zudem seien viele Grab-Fahrzeuge in Kambodscha alt und in schlechtem Zustand.

Ein weiteres Problem sind die öffentlichen Toiletten. In Malaysia seien sie oft kaum nutzbar, da grundlegende Einrichtungen wie Urinale wegen Wartungsarbeiten abgesperrt sind. In Kambodscha hingegen seien öffentliche Toiletten selten, sodass Reisende gezwungen sind, Tankstellen aufzusuchen.

Die Situation an Flughäfen und bei nationalen Fluggesellschaften wird ebenfalls kritisiert. Malaysias Flughafen werde international verspottet, und die nationale Fluggesellschaft MAS kämpfe mit Lecks und „Mana ada system“-ähnlichen Zuständen, die zu häufigen Verspätungen und Annullierungen führen. Kambodschas Techo International Airport sei zu neu und zu früh eröffnet; obwohl er groß ist, gibt es nur wenige internationale Flüge. Dies liegt laut Autor daran, dass Kambodscha nicht als eigenständiges Reiseziel beworben wird, sondern eher als Erweiterung für Ziele wie Thailand, Vietnam, Malaysia oder Singapur. Ironischerweise betreiben in Kambodscha zwei nationale Fluggesellschaften – Air Cambodia und Cambodia Airways – denselben Markt.

Der Autor schließt damit, dass es für Malaysia nicht zu spät sei, seine Fehler zu beheben, und für Kambodscha, sich neu zu positionieren. Er äußert den Wunsch, dass Kambodscha sowohl aus den eigenen Fehlern als auch aus denen anderer lernt, während Malaysia seine Missstände beseitigt.

Quelle: Watannac Richard, What gives, Malaysia? Can Cambodia learn from your mistakes?, Khmer Times, November 28, 2025.
Link zum Artikel