Die kambodschanische Firma SSR Co Ltd hat ein Trockenhafen-Entwicklungsprojekt in der Provinz Prey Veng im Wert von über 20 Millionen US-Dollar vorgeschlagen. Dies ist die erste derartige Initiative in der Region, wie der Rat für die Entwicklung Kambodschas (CDC) mitteilte. Der geplante Trockenhafen, der auf einer Fläche von 10 Hektar in der Gemeinde Krabau, Bezirk Kamchay Mear, errichtet werden soll, wird voraussichtlich den grenzüberschreitenden Gütertransport zwischen Kambodscha und Vietnam erheblich ankurbeln, insbesondere über das Meanchey International Border Gate.
Ein Trockenhafen fungiert als Binnenlogistikzentrum, das an See-, Straßen- oder Eisenbahnhäfen angebunden ist. Er bietet Einrichtungen für Containerlagerung, Lagerhaltung und Zollabfertigung, wodurch die Überlastung der Seehäfen verringert und die Versandkosten gesenkt werden. Chea Vuthy, Generalsekretär des kambodschanischen Investitionsausschusses, leitete eine interministerielle Delegation zur Besichtigung des vorgeschlagenen Standorts und zur Bewertung des Entwicklungsplans. Er betonte die entscheidende Rolle des Projekts bei der Unterstützung des zukünftigen grenzüberschreitenden Gütertransports durch das Meanchey International Border Gate und sein Potenzial, zahlreiche Arbeitsplätze für die lokale Gemeinschaft zu schaffen.
Die Projektinformationen des CDC umfassen wichtige Infrastrukturkomponenten wie Büro- und Geschäftsgebäude, Güteraustauschanlagen, Containerdepots und Lagerhäuser. Diese Initiative soll Kambodschas Logistikfähigkeiten verbessern und seine Handelsverbindungen mit Vietnam stärken. Während seines Besuchs inspizierte Herr Vuthy auch das Meanchey International Border Gate, um die allgemeine Entwicklung der Region zu verstehen, und stellte fest, dass dessen Einrichtung darauf abzielt, die Transporteffizienz und den bilateralen Handel zu verbessern sowie engere Beziehungen zwischen den beiden Nationen zu fördern.
Der CDC bekräftigte sein Engagement für die Zusammenarbeit mit allen Interessengruppen, einschließlich der Provinzverwaltung von Prey Veng, um das Investitionspotenzial der Provinz sowohl lokalen als auch internationalen Investoren näherzubringen. Der Artikel hebt die robusten Handelsbeziehungen zwischen Kambodscha und Vietnam hervor: Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2024 rund 10,1 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 17,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 belief sich der Handel auf 6,5 Milliarden US-Dollar, wobei die kambodschanischen Exporte nach Vietnam 3,1 Milliarden US-Dollar und die Importe 3,4 Milliarden US-Dollar betrugen. Beide Länder arbeiten auf ein Handelsziel von 20 Milliarden US-Dollar hin.
Vietnam verfügt derzeit über 215 Investitionsprojekte in Kambodscha, hauptsächlich in den Bereichen Landwirtschaft, Telekommunikation, Bankwesen, Finanzdienstleistungen, Lebensmittelverarbeitung, Bergbau, Luftfahrt und Tourismus, wie die vietnamesische Botschaft in Kambodscha mitteilte. Vietnams gesamtes registriertes Kapital in Kambodscha erreichte 2,94 Milliarden US-Dollar, was es zu einem der vier größten ausländischen Direktinvestoren macht. Diese Investitionen verteilen sich auf 18 Regionen und tragen erheblich zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Kambodschas, zur Schaffung von Arbeitsplätzen, zur Einkommensgenerierung, zum sozialen Wohlergehen und zu humanitären Bemühungen bei. Die vietnamesische Botschaft wies ferner darauf hin, dass immer mehr vietnamesische Unternehmen neue Investitionen planen oder ihre derzeitigen Aktivitäten in ganz Kambodscha ausweiten.
Quelle: Sreekanth Ravindran, ក្រុមហ៊ុនក្នុងស្រុកស្នើគម្រោងផែស្ងួតតម្លៃ ២០ លានដុល្លារនៅខេត្តព្រៃវែង, Khmer Times, 26. November 2025.
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