Kun Khmer: Training, Regierungshilfe und internationale Anerkennung

Kun Khmer: Training, Regierungshilfe und internationale Anerkennung

Kun Khmer, auch bekannt als traditionelles Khmer-Kickboxen, hat in den letzten zehn Jahren sowohl in Kambodscha als auch international erheblich an Bekanntheit gewonnen. Tief in der kambodschanischen Geschichte verwurzelt, zeugen Wandinschriften in Angkor-Tempeln von seiner langen Tradition. Nach einem starken Rückgang in den 1980er Jahren, bedingt durch das Khmer-Rouge-Regime, erlebt der Sport eine spürbare Wiederbelebung. Kambodschanische Kickboxer treten vermehrt in Ländern wie Australien, Japan und Frankreich an, was die internationale Präsenz des Sports stärkt.

Der Artikel betont die Notwendigkeit, Kinder und junge Erwachsene zum Kun Khmer-Training zu ermutigen. Dies bietet nicht nur Einkommensmöglichkeiten zur Unterstützung ihrer Familien, sondern fördert auch Disziplin, körperliche Gesundheit und positive Werte, wodurch junge Männer von schädlichen Verhaltensweisen wie Drogenmissbrauch abgehalten werden können. Trainer spielen eine entscheidende Rolle, indem sie strenge Trainingsroutinen durchsetzen, gutes Verhalten kultivieren und hohe Professionalitätsstandards gewährleisten. Nur durch kontinuierliches Schärfen von Ausdauer, Disziplin und Kampftechniken können kambodschanische Kämpfer international erfolgreich sein und den Ruf Kambodschas in den globalen Kampfkünsten festigen.

Trotz seiner nationalen Bedeutung und seines kulturellen Stolzes benötigt Kun Khmer dringend stärkere staatliche Unterstützung, um sein volles internationales Potenzial zu entfalten. Viele Vereine sind derzeit auf private Spenden oder das Engagement leidenschaftlicher Einzelpersonen angewiesen. Die Regierung sollte finanzielle Hilfen bereitstellen, um die Instandhaltung von Einrichtungen, eine angemessene Ernährung für die Kämpfer und ein konstant hochwertiges Training zu sichern. Während in den 1990er Jahren die Preisgelder gering waren und die TV-Berichterstattung begrenzt war, ist in den letzten zehn Jahren ein Wiederaufleben des Interesses zu beobachten, mit mehr Fernsehsendern, die Kun Khmer-Events übertragen und somit die Einnahmen der Kämpfer steigern.

Um Kun Khmer zu seinem einstigen internationalen Prestige der 1960er und 1970er Jahre zurückzuführen, müssen alle Vereine auf die Ausbildung hochqualifizierter Kämpfer Wert legen. Mit angemessener Finanzierung, stabilen Einrichtungen und erfahrenen Trainern können Kickboxer optimal vorbereitet werden, um Kambodscha auf der internationalen Bühne zu repräsentieren. Letztendlich ist staatliches Investment unerlässlich, nicht nur um starke Kämpfer zu entwickeln, sondern auch um Kun Khmer als wichtige kulturelle und historische Kunstform zu erhalten, zu respektieren und an zukünftige Generationen weiterzugeben.

Quelle: Concerned citizen, Reviving Kun Khmer through training and government support, Khmer Times, December 5, 2025.
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