Kamboja lizenziert neue Zementfabrik in Kratie

Kamboja lizenziert neue Zementfabrik in Kratie

Der kambodschanische Entwicklungsrat (CDC) hat die Lizenz für ein neues Zementfabrikprojekt in der Provinz Kratie erteilt. Dieses Vorhaben repräsentiert eine beträchtliche registrierte Investition von 286 Millionen US-Dollar und ist ein entscheidender Schritt für das Land auf dem Weg zur industriellen Eigenständigkeit. Die neue Anlage wird voraussichtlich Ende 2026 oder 2027 den Betrieb aufnehmen und die jährliche Zementproduktionskapazität des Landes um eine Million Tonnen erhöhen. Damit steigt die Gesamtzahl der in Kambodscha operierenden Zementfabriken auf sieben.

Derzeit sind in Kambodscha sechs Zementfabriken in Betrieb, die zusammen jährlich 14 Millionen Tonnen Zement produzieren. Die inländische Nachfrage liegt bei etwa neun bis zehn Millionen Tonnen pro Jahr. Diese Zahlen belegen, dass die lokale Produktion die Nachfrage nicht nur deckt, sondern sogar übersteigt, was Kambodscha die Möglichkeit gibt, Zement zu exportieren. Herr Ung Dipola, Generaldirektor der Generaldirektion für Mineralressourcen des Ministeriums für Bergbau und Energie, bestätigte diese Entwicklung. Er hob hervor, dass Kambodscha seit 2023 nur noch geringe Mengen Zement importiert, was den erfolgreichen Übergang von einem einst zu 100 Prozent importabhängigen Land zu einem selbstversorgenden und exportierenden Akteur im Zementsektor unterstreicht.

Die positive Entwicklung im Zementsektor spiegelt den allgemeinen Aufschwung im kambodschanischen Baugewerbe wider. In diesem Jahr wurden 3.503 Bauprojekte genehmigt, die eine Gesamtbaufläche von über 18 Millionen Quadratmetern umfassen. Der Gesamtinvestitionswert dieser Projekte beläuft sich auf 7,32 Milliarden US-Dollar, was einem bemerkenswerten Anstieg von 68,89 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Daten stammen aus einem Bericht des Ministeriums für Raumordnung, Urbanisierung und Bauwesen und verdeutlichen das anhaltend starke Wachstum des Sektors.

Zusätzliche Zahlen des Handelsministeriums zeigen, dass Kambodscha zwischen Januar und November des Vorjahres 2,359 Milliarden US-Dollar für den Import von Baumaterialien ausgegeben hat. Dies ist ein Anstieg von 31 Prozent gegenüber 1,801 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Trotz globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten setzen die Daten für 2025 den Aufwärtstrend im kambodschanischen Bausektor fort und verzeichnen einen erheblichen Anstieg der Investitionen. Die neue Zementfabrik in Kratie wird somit nicht nur die lokale Produktion weiter stärken, sondern auch maßgeblich zur Stabilität und zum Wachstum der gesamten kambodschanischen Wirtschaft beitragen und die Exportkapazitäten des Landes weiter festigen.

Quelle: Chea Vanyuth, Kamboja lizenziert neue Zementfabrik in Kratie, Khmer Times, Aktuell.
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