Kambodschas Pfefferexporte steigen: Neue Strategie in Kraft

Kambodschas Pfefferexporte steigen: Neue Strategie in Kraft

Das kambodschanische Handelsministerium treibt die Ausarbeitung einer nationalen Pfefferstrategie voran, um den florierenden Gewürzsektor des Landes nachhaltig zu stärken. Diese wichtige Initiative wurde auf einer Ministerratssitzung in Phnom Penh unter dem Vorsitz von Staatssekretär Va Rutsan bekannt gegeben. An der Sitzung nahmen hochrangige Beamte, Branchenexperten, Vertreter der kambodschanischen Pfeffer- und Gewürzföderation sowie weitere Interessengruppen teil. Ziel war die Überprüfung und Verfeinerung des vorläufigen Entwurfs der Pfefferpolitik, um die langfristige Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche zu gewährleisten.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf die detaillierte Analyse und Verbesserung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Ein zentraler Punkt war die Notwendigkeit, nationale Politikstandards an internationale Vorgaben und die spezifischen Marktanforderungen anzupassen. Besondere Beachtung fand dabei das von der EU und Deutschland unterstützte CAPSAFE-Projekt. Dieses Projekt ist darauf ausgelegt, nachhaltige, wettbewerbsfähige und inklusive Wertschöpfungsketten für Cashewnüsse und Pfeffer in Kambodscha zu entwickeln. Es wird erwartet, dass CAPSAFE maßgeblich zur Verbesserung der Produktqualität, des Marktzugangs und der Lebensgrundlagen der Bauern beitragen wird, indem es technische Unterstützung und Kapazitätsaufbau bietet.

Kambodschas Pfefferexporte verzeichneten im Jahr 2024 ein außergewöhnlich starkes Wachstum. Mit einem Volumen von rund 34 bis 35 Millionen US-Dollar wurde ein Anstieg von 130 bis 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2023 erzielt. Dieser beeindruckende Exportboom ist auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen: eine weltweit steigende Nachfrage nach Pfeffer, ein gleichzeitig rückläufiges internationales Angebot und die Erschließung neuer Exportmöglichkeiten. Insbesondere China hat sich als wichtiger neuer Markt etabliert. Darüber hinaus bleiben Vietnam und die Europäische Union (EU) bedeutende Abnehmer, insbesondere für den weltweit geschätzten Kampot-Pfeffer. Die Preise für Kampot-Pfeffer sind angesichts der weltweit knappen Versorgung gestiegen, was die Attraktivität des kambodschanischen Pfeffers weiter erhöht.

Die neue Strategie soll diese positiven Entwicklungen nutzen und Kambodschas Position auf dem globalen Gewürzmarkt festigen. Durch gezielte Maßnahmen zur Qualitätskontrolle, zur Förderung nachhaltiger Anbaumethoden und zur Verbesserung der Logistik wird angestrebt, die Exportzahlen weiter zu steigern und gleichzeitig die Wertschöpfung im Land zu erhöhen. Die enge Zusammenarbeit zwischen Regierungsstellen, Industrieverbänden und internationalen Partnern wie dem CAPSAFE-Projekt unterstreicht das entschlossene Engagement Kambodschas für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und die Weiterentwicklung seiner Agrarpraktiken im wichtigen Pfeffersektor. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Kambodscha als wichtigen Akteur im globalen Gewürzhandel zu etablieren und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken.

Quelle: Sreekanth Ravindran, យុទ្ធសាស្ត្រសម្រេចថ្មីកំពុងដំណើរការ ខណៈដែលការនាំចេញកើនឡើងតាមតម្រូវការសកល, Khmer Times, December 16, 2025.
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