Kambodschas Luftqualität hat sich in der ersten Januarhälfte weitgehend als stabil und innerhalb sicherer Grenzwerte erwiesen. Dies geht aus einem Bericht des Umweltministeriums (MoE) hervor, das jedoch auch auf lokal begrenzte Staubbelastungen in bestimmten Provinzen hinwies. Die Analyse des MoE ergab, dass der nationale Durchschnittswert für PM2.5 – feine Partikel, die aufgrund ihrer geringen Größe tief in die Lunge eindringen können und gesundheitliche Risiken darstellen – vom 1. bis 15. Januar bei 22,61 μg/m³ lag. Dieser Wert liegt deutlich unter dem nationalen Sicherheitsstandard von 50 μg/m³, was der Luftqualität im größten Teil des Landes die Klassifizierung „sehr gut“ einbrachte. Dies signalisiert eine generell gute Atemluft für die Mehrheit der Bevölkerung.
Trotz dieser positiven nationalen Einschätzung betonten Beamte, dass die Luftqualität in spezifischen Regionen erheblichen Schwankungen unterlag. Die gemessenen Werte reichten hier von 6 bis zu 115 μg/m³. Besonders hohe Konzentrationen, die die festgelegten Sicherheitsstandards überschritten, wurden im Bezirk Veal Veng der Provinz Pursat sowie in der Gemeinde O’Chrov der Stadt Poipet registriert. Diese Spitzenwerte könnten auf spezifische lokale Emissionsquellen wie Baustellen, Verkehr oder landwirtschaftliche Aktivitäten zurückzuführen sein. Für die Hauptstadt Phnom Penh zeigte eine aktuelle 48-stündige Überwachungsperiode einen durchschnittlichen PM2.5-Wert von 39,04 μg/m³, was von den Behörden als „gut“ eingestuft wurde.
Das Umweltministerium versicherte der Öffentlichkeit, dass die gegenwärtigen Luftqualitätsbedingungen keine Notstandsstufe erreicht haben, die drastische Maßnahmen erfordern würde. In Gebieten, die als „gelb“ gekennzeichnet sind – eine mittlere Warnstufe – können die meisten Menschen ihren normalen Outdoor-Aktivitäten ohne größere Bedenken nachgehen. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass Personen mit Vorerkrankungen, die Symptome wie Husten, Atembeschwerden oder Augenreizungen erleben, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen treffen oder die Zeit im Freien reduzieren sollten, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.
Das MoE ermutigt die Bevölkerung, sich regelmäßig über aktuelle Luftqualitätswerte und -prognosen zu informieren. Dafür stehen die CGS SPA App, die offizielle Website des Ministeriums (airquality.moe.gov.kh) sowie dessen Medienplattformen zur Verfügung. Diese Kanäle bieten auch wichtige gesundheitliche Ratschläge für Phasen, in denen die Luftqualität schwankt. Des Weiteren arbeitet das MoE eng mit dem Gesundheitsministerium zusammen, um koordinierte präventive Botschaften zu entwickeln. Dazu gehören auch Empfehlungen zum Tragen von Gesichtsmasken, sollte sich die Luftqualität in Zukunft verschlechtern. Um eine umfassende und präzise Überwachung zu gewährleisten, betreibt das Umweltministerium landesweit 60 Luftqualitätsmessstationen, ein Satellitenüberwachungssystem und drei mobile Überwachungsfahrzeuge, die kontinuierlich Echtzeitdaten über Veränderungen der Luftqualität liefern und somit eine fundierte Entscheidungsfindung ermöglichen.
Quelle: Khmer Times, Cambodia air quality remains stable despite localised spikes, Khmer Times, Undatiert.
Link zum Artikel
