Kambodschas erste Woche des immateriellen Kulturerbes kündigt sich an

Kambodschas erste Woche des immateriellen Kulturerbes kündigt sich an

Kambodscha bereitet sich auf die Premiere seiner ersten Woche des immateriellen Kulturerbes vor, die vom 29. bis 30. November 2025 stattfinden wird. Das Ministerium für Kultur und schöne Künste organisiert diese bedeutsame Veranstaltung entlang der Walking Street vor dem Techo Meas und Techo Yot Warriors Monument. Ziel ist es, das lebendige Kulturerbe des Landes zu bewahren, zu fördern und zu feiern.

Die Woche des immateriellen Kulturerbes findet zu einem entscheidenden Zeitpunkt statt, da im November 2025 fünf Khmer-Kulturerbe-Elemente offiziell von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurden. Dazu gehören der Königstanz (7. November), das Khmer-Schattentheater Sbek Thom (25. November), Lakhon Khol (28. November), Kun Lbokator (29. November) und Chapei Dang Veng (30. November). Diese Neuaufnahmen unterstreichen die reiche kulturelle Vielfalt Kambodschas und stärken die globale Anerkennung seiner einzigartigen Traditionen.

Die zwei Tage dauernde Feier soll laut Ministerium dazu dienen, das immaterielle Kulturerbe des Königreichs zu schützen und weiterzuentwickeln. Sie ehrt zudem die insgesamt sieben kambodschanischen Elemente, die derzeit von der UNESCO anerkannt sind. Das umfangreiche Programm bietet eine Vielzahl von Darbietungen und Vorführungen. Am 29. November stehen unter anderem das antike Drama von Wat Kien Svay Krao ("Die Geschichte von Lin Thong") und ein traditionelles Tauziehen auf dem Programm.

Der 30. November verspricht weitere kulturelle Höhepunkte mit Darbietungen wie Lakhon Khol Wat Svay Andet, Yike Kuay Hai Theateraufführungen, der "Wasser- und Blumengeschichte", dem Drama "Der letzte Tag der Stadt Ravana", Chapei Dang Veng im Rahmen einer traditionellen Hochzeitszeremonie, Königstanz, der Kampfkunst Bokator, der Eisenstabdarbietung von Kampong Chhnang ("Eine Frau gegen drei Männer") und dem Wat Svay Antet Drama Ream Ker. Diese Vielfalt spiegelt die Tiefe und Breite der kambodschanischen Kultur wider.

Das Ministerium definiert immaterielles Kulturerbe als lebendige Traditionen, Wissen, Fähigkeiten, darstellende Künste, Rituale, Überzeugungen, Bräuche und Handwerke, die über Generationen weitergegeben werden. Obwohl sie nicht berührt oder gesehen werden können, sind sie für die kulturelle Identität und Kontinuität von entscheidender Bedeutung. Durch diese erste Veranstaltung sollen diese kulturellen Ausdrucksformen und die sie pflegenden Gemeinschaften gewürdigt und deren Erhalt sowie die Weitergabe an zukünftige Generationen sichergestellt werden.

Quelle: Youn Sreyti, Cambodia’s first Intangible Cultural Heritage Week set to begin, Khmer Times, 2025.
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