Kambodschas Außenhandelsvolumen erreichte in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 einen Wert von über 58 Milliarden US-Dollar. Dies markiert einen signifikanten Anstieg von 16,2% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem der Handel rund 50 Milliarden US-Dollar betrug, wie Daten der kambodschanischen Zollbehörde kürzlich zeigten. Konkret beliefen sich die Exporte von Januar bis November dieses Jahres auf 27,37 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 14% entspricht, während die Importe um 18,2% auf 30,65 Milliarden US-Dollar stiegen.
Die aktuellen Daten weisen auf ein Handelsdefizit von etwa 3,27 Milliarden US-Dollar hin. Zu Kambodschas wichtigsten Handelspartnern zählen China (mit einem Handelsvolumen von über 17 Milliarden US-Dollar), die Vereinigten Staaten (über 11 Milliarden US-Dollar), Vietnam (über 7 Milliarden US-Dollar), Thailand (3,4 Milliarden US-Dollar) und Japan (2,3 Milliarden US-Dollar). Dieses Wachstum unterstreicht die anhaltende Integration Kambodschas in die Weltwirtschaft und die steigende Nachfrage nach Import- und Exportgütern, wodurch die wachsende Rolle des Landes in regionalen und internationalen Handelsnetzwerken hervorgehoben wird.
Lim Heng, Vizepräsident der kambodschanischen Handelskammer, betonte, dass das günstige Investitionsumfeld, die unterstützende Regierungspolitik und strategische Freihandelsabkommen zu einem Anstieg der nationalen und ausländischen Investitionen geführt haben. Diese Faktoren haben die Exporte des verarbeitenden Gewerbes in Kambodscha erheblich gesteigert. Berichte zeigen, dass die Investitionsdaten des Cambodian Development Council (CDC) Rekordhöhen erreichen und kontinuierlich neue Projekte hinzukommen. Es wird erwartet, dass die Produktion und die Importe von Rohstoffen bis 2025 erheblich zunehmen und die Exporte auf neue Höchststände treiben werden.
Schlüsselindustrien wie Bekleidung, Schuhe und Elektronik bleiben die Säulen der kambodschanischen Industrielandschaft. Lim Heng merkte an, dass der Eintritt neuer Unternehmen in den Markt und die kontinuierliche Erweiterung bestehender Fabriken das wachsende Vertrauen der Investoren widerspiegeln. Mit einem stabilen politischen Umfeld und fortlaufenden Reformen etabliert sich Kambodscha stetig als aufstrebender regionaler Fertigungsstandort. Dieses investitionsgetriebene Wachstum stimmt mit der Vision der Regierung überein, Kambodscha zu einer dynamischen Wirtschaft mit einer diversifizierten Exportbasis zu entwickeln, was die Bedeutung der kontinuierlichen Infrastrukturentwicklung und politischen Unterstützung unterstreicht.
Allerdings wies Lor Vichet, Vizepräsident der chinesischen Handelskammer in Kambodscha, in einem Interview mit der Khmer Times darauf hin, dass Kambodschas Exportindustrie immer noch stark von traditionellen Branchen wie Textilien, Bekleidung, Schuhen und Taschen abhängt. Diese Sektoren weisen einen geringen Technologiegehalt auf und tragen nur begrenzt zur Wertschöpfung der Exporte bei. Er erläuterte, dass das Land hochwertige Rohstoffe importiert, aber Endprodukte mit geringer Wertschöpfung exportiert, die preislich nicht mit Produkten wie Mobiltelefonen konkurrieren können. Lor Vichet betonte die dringende Notwendigkeit eines strategischen Fahrplans zur Förderung lokaler Industrien, die eigene Rohstoffe produzieren können, um das Handelsdefizit erheblich zu mindern.
Quelle: Khmer Times, 柬埔寨对外贸易额突破580亿美元, Khmer Times, December 17, 2025.
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