Kambodschanischer Kulturminister trifft UNESCO-Generaldirektor in Paris

Kambodschanischer Kulturminister trifft UNESCO-Generaldirektor in Paris

Die kambodschanische Ministerin für Kultur und Schöne Künste, Phoeurng Sackona, leitete eine hochrangige kambodschanische Delegation zu einem bedeutsamen Antrittsbesuch und bilateralen Treffen mit dem UNESCO-Generaldirektor Khaled Ahmed El-Enany Ali Ezz. Dieses entscheidende Treffen fand am 26. November im prestigeträchtigen UNESCO-Hauptquartier in Paris statt. Die Ministerin Sackona begann die Gespräche mit herzlichen Glückwünschen an Generaldirektor El-Enany Ali Ezz zu seiner kürzlichen Wahl, die während der 43. Generalkonferenz der UNESCO erfolgte. Anschließend nutzte sie die Gelegenheit, Kambodschas unerschütterliches und robustes Engagement als Mitgliedstaat zu bekräftigen, seine kooperativen Beziehungen zur UNESCO kontinuierlich zu fördern und zu stärken, was die tiefe Wertschätzung der Nation für diese internationale Partnerschaft unterstreicht.

Während der konstruktiven Diskussionen legte Ministerin Sackona die dauerhafte und hochwirksame Partnerschaft zwischen Kambodscha und der UNESCO detailliert dar. Sie hob insbesondere die erfolgreiche Umsetzung der Mechanismen des Internationalen Koordinationskomitees (ICC) hervor. Diese Mechanismen waren entscheidend für den Schutz, die Verwaltung und die Förderung der unschätzbaren Weltkulturerbestätten Kambodschas, zu denen das weltweit bekannte Angkor, der antike Tempelkomplex Sambor Prei Kuk und der umstrittene, aber historisch bedeutende Preah Vihear Tempel gehören. Darüber hinaus erläuterte die Ministerin die gemeinsamen Initiativen zum Schutz, zur Förderung und zur sorgfältigen Erhaltung sowohl der materiellen Kulturgüter als auch des immateriellen Kulturerbes, die Kambodschas reiche Identität auf der globalen Bühne prägen.

Ein zentrales und dringendes Anliegen, das Ministerin Sackona vorbrachte, betraf den unerlaubten Bau von Repliken des ikonischen Angkor Wat Tempels in Nachbarländern. Angesichts dieser Entwicklungen äußerte sie ernste Bedenken und forderte die UNESCO – insbesondere ihr Welterbezentrum und den UNESCO-Juristenrat – förmlich auf, bestehende rechtliche Mechanismen gründlich zu prüfen. Ihr Ziel war es herauszufinden, wie die Bestimmungen des Übereinkommens von 1970 über die Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unerlaubten Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut und des Übereinkommens von 1972 zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt wirksam genutzt werden könnten, um solche Verletzungen und Eingriffe in die Integrität des kulturellen Eigentums und Erbes zu verhindern und angemessen zu behandeln.

Zusätzlich unterbreitete Ministerin Sackona einen wichtigen Vorschlag, UNESCO-Experten zu entsenden. Diese Experten hätten die Aufgabe, eine unabhängige und unparteiische Bewertung des Schadens am Tempelgebiet von Preah Vihear durchzuführen, insbesondere solcher, die aus jüngsten grenzbezogenen Vorfällen resultieren. Diese Initiative unterstreicht Kambodschas Engagement für die genaue Dokumentation und Minderung jeglichen Schadens an seinen Kulturerbestätten aufgrund externer Faktoren.

In seiner Antwort begrüßte Generaldirektor El-Enany Ali Ezz die kambodschanische Delegation herzlich und lobte Kambodschas beispielhafte Zusammenarbeit mit der UNESCO. Er bekräftigte sein starkes Engagement, die laufende Zusammenarbeit nicht nur zu stärken, sondern auch eine umfassende und sorgfältige Überprüfung aller wichtigen Themen und Anliegen sicherzustellen, die Ministerin Sackona während ihres produktiven Treffens angesprochen hatte. Diese Zusage des Generaldirektors signalisiert das Engagement der UNESCO, Kambodscha bei seinen Bemühungen zum Schutz seiner Kulturschätze und zur Bewältigung grenzüberschreitender Herausforderungen im Kulturerbe zu unterstützen.

Quelle: Khmer Times, Culture Minister meets UNESCO Director-General in Paris, Khmer Times, November 28, 2025.
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