Kambodschanische Nationalversammlung leitet Blutspendeaktion für Soldaten und Flüchtlinge

Kambodschanische Nationalversammlung leitet Blutspendeaktion für Soldaten und Flüchtlinge

Mitglieder des Jugendparlaments der kambodschanischen Nationalversammlung organisierten eine freiwillige Blutspendeaktion für das Nationale Bluttransfusionszentrum. Die Zeremonie fand im Parlamentsgebäude statt und wurde von Herrn Suos Yara, Vorsitzendem des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Leiter der Jugendparlamentsgruppe, geleitet. Ziel war es, das Leben von Soldaten und vertriebenen Zivilisten zu retten, die dringend Blut benötigten.

Herr Kham Kosal, stellvertretender Generalsekretär der Nationalversammlung, betonte, dass diese Aktion mehr als nur eine humanitäre Geste sei. Sie symbolisiere die Solidarität der großen kambodschanischen Familie mit den Frontsoldaten, die ihr Leben zur Verteidigung der territorialen Integrität während des Grenzkonflikts zwischen Kambodscha und Thailand opferten. Herr Sok Po, Direktor des Nationalen Bluttransfusionszentrums, hob hervor, dass die Kampagne eine Kultur der freiwilligen Blutspende fördern solle, um eine ausreichende Versorgung für alle Patienten, unabhängig von Herkunft oder politischer Zugehörigkeit, sicherzustellen.

Herr Suos Yara stellte klar, dass die Spendenaktion nicht nur eine Reaktion auf den aktuellen Konflikt sei, sondern die tägliche Blutversorgung der Krankenhäuser im ganzen Land gewährleisten solle. Er betonte, dass Blutspenden die Solidarität der Bevölkerung mit den Frontkämpfern zeige und die Hingabe der Soldaten, die im dreiwöchigen bewaffneten Konflikt ihr Blut vergossen, würdige. Er dankte den medizinischen Teams für ihre Bemühungen bei der Behandlung verwundeter Soldaten und Zivilisten.

Herr Yara kündigte an, dass die Jugendparlamentsgruppe ihre Mission landesweit fortsetzen und in Zusammenarbeit mit dem Bluttransfusionszentrum weitere Aktionen durchführen werde. Zukünftige Pläne umfassen die Einrichtung eines Fonds für den Bau von Betonbunkern als sichere Unterkünfte für Bewohner im Umkreis von 50 Kilometern zur Grenze sowie den Bau mobiler Zelt-Schulen für vertriebene Kinder, um deren Bildung fortzusetzen.

Die Blutbedarfsdaten für 2024 zeigen, dass das Nationale Bluttransfusionszentrum alle fünf Minuten eine Einheit Blut zur Lebensrettung benötigt. Phnom Penh allein benötigt täglich etwa 350 Einheiten. Landesweit liegt der Bedarf bei fast 179.332 Einheiten, wovon das Nationale Zentrum über 75% deckt. Allerdings stammen nur 22,1% der benötigten Mengen aus freiwilligen Spenden, weit unter dem WHO-Ziel von 90% für Kambodscha.

Der Artikel verweist auch auf die Auswirkungen des Grenzkonflikts zwischen Kambodscha und Thailand, der vom 7. bis 27. Dezember dauerte. Laut Innenministerium starben 32 kambodschanische Zivilisten, 95 wurden verletzt. Obwohl einige Vertriebene zurückgekehrt sind, verbleiben 574.383 Menschen in Flüchtlingslagern, darunter über 300.000 Frauen und 180.000 Kinder. Das Gesundheitsministerium berichtete zudem, dass zahlreiche Soldaten landesweit in Krankenhäusern behandelt werden.

Quelle: តន វិបុល, Kambodschanische Nationalversammlung leitet Blutspendeaktion zur Rettung von Soldaten und Flüchtlingen, Khmer Times, 1. Januar 2026.
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