Kambodscha zieht Volleyball von SEA Games wegen Sicherheitsbedenken zurück

Kambodscha zieht Volleyball von SEA Games wegen Sicherheitsbedenken zurück

Kambodscha hat den Rückzug seiner Volleyball-Teams von den 33. Südostasienspielen in Thailand bekannt gegeben. Diese Entscheidung, die gestern vom Nationalen Olympischen Komitee Kambodschas (NOCC) mitgeteilt wurde, unterstreicht die wachsenden Sicherheitsbedenken für kambodschanische Athleten vor dem Event, das vom 9. bis 20. Dezember stattfinden soll.

Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem Aing Serey Piseth, Vizepräsident des kambodschanischen Volleyballverbands, in einem Facebook-Post öffentlich die Entsendung eines Teams nach Thailand in Frage gestellt hatte. Dieser Aufruf zur Meinungsäußerung löste starke Reaktionen von Spielern, Familien und Unterstützern aus, die den Verband mehrheitlich dazu drängten, die Sicherheit der Athleten nicht zu gefährden. Der Post brachte die zunehmende Unruhe innerhalb der Sportgemeinschaft ins nationale Rampenlicht.

Laut NOCC hat der Schutz der Athleten höchste Priorität. Der Rückzug aus dem Volleyball unterstreicht die Ernsthaftigkeit der aktuellen Bedenken, insbesondere angesichts der anhaltenden Sensibilitäten entlang der kambodschanisch-thailändischen Grenze. Das Komitee erklärte, es werde kambodschanische Athleten keiner Situation aussetzen, in der ihre Sicherheit oder ihr Wohlbefinden gefährdet sein könnten.

Kambodscha überarbeitet seinen Teilnahmeplan für die Spiele und zieht sich aus mehreren Sportarten zurück, darunter Judo, Karate, Pencak Silat, Petanque, Ringen, Wushu, Fußball, Sepak Takraw und nun auch Volleyball. Damit verbleiben insgesamt 12 Sportarten. Das NOCC kündigte an, dass die Teilnahme an jeder Sportart sorgfältig auf der Grundlage der Bedingungen in Thailand, insbesondere in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten wie Songkhla, wo Veranstaltungen geplant sind, bewertet wird. Auch Sicherheitsbedenken, wie Reisegefahren und potenzielle Feindseligkeiten, prägen Kambodschas vorsichtigen Ansatz.

Nhan Sokvisal, Leiter der kambodschanischen Mission für die SEA Games 2025, nahm an Treffen in Bangkok teil, um Unterkunft, Bewegung und Sicherheit für kambodschanische Delegationen zu besprechen, wobei die thailändischen Behörden starken Schutz zusicherten. Die Öffentlichkeit hat die Entscheidung, sich von den SEA Games zurückzuziehen, weitgehend unterstützt und die Sicherheit über den Wettbewerb gestellt. Obwohl die Volleyballspieler nicht teilnehmen werden, hat die Entscheidung das Vertrauen in die kambodschanische Sportführung gestärkt, mit einem Fokus darauf, eine sichere Teilnahme an anderen Sportarten für die kommenden Spiele zu gewährleisten.

Quelle: Ngay Nai, Cambodia nixes volleyball at SEA Games over safety fears, Khmer Times, December 4, 2025.
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