Kambodscha weist Thailands Vorwürfe über neue Landminen zurück

Kambodscha weist Thailands Vorwürfe über neue Landminen zurück

Die kambodschanische Minenaktionsbehörde (CMAA) hat am Dienstag entschieden alle Anschuldigungen zurückgewiesen, dass das kambodschanische Militär neue Landminen in umstrittenen Gebieten an der Grenze zu Thailand platziert habe. Diese klare Ablehnung erfolgte, nachdem die thailändischen Streitkräfte Kambodscha vorgeworfen hatten, eine PMN-2-Mine, auf die ein thailändischer Soldat am 10. November 2025 im umstrittenen Gebiet von Phnom Trab in der thailändischen Provinz Sisaket getreten war, sei eine neu verlegte Mine.

Die CMAA erklärte in einer Mitteilung, dass die wiederholten Anschuldigungen in thailändischen Medien unbegründet seien. Sie wurden ohne offizielle Untersuchungsberichte, ohne gemeinsame Überprüfung und ohne Konsultationen über vereinbarte bilaterale Mechanismen verbreitet. Kambodscha bekräftigte sein starkes Engagement für seine Verpflichtungen im Rahmen des Ottawa-Abkommens zum Verbot von Antipersonenminen, der gemeinsamen Erklärung des Kuala Lumpur Friedensabkommens vom 26. Oktober 2025 und aller bilateralen Mechanismen mit Thailand.

Hinsichtlich der Behauptung, es handele sich um eine „neu verlegte PMN-2-Mine“, betonte Kambodscha, dass solche Behauptungen durch offizielle technische Berichte, ordnungsgemäß verifizierte Fotos, Berichte über die Sammlung und Aufbewahrung von Beweismitteln, eine Analyse des Explosionsortes, GIS-Daten mit Zeitstempeln und eine Bewertung durch eine neutrale Drittorganisation für Minenräumung gestützt werden müssen. Bislang habe Kambodscha keine solchen Berichte über offizielle Kanäle erhalten.

Die CMAA äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der Echtheit der Bilder, die angeblich ein „Telefon eines kambodschanischen Soldaten“ zeigen sollen. Die von Thailand vorgelegten Informationen und Beweise wurden nicht über den Allgemeinen Grenzausschuss (GBC) oder die Gemeinsame Koordinierungsgruppe (JCTF) an Kambodscha übermittelt, noch gab es eine Anfrage an Kambodscha zur Überprüfung der Bilder. Kambodscha akzeptiert nur Beweismittel, die von einer unabhängigen und gemeinsamen Arbeitsgruppe verifiziert wurden.

Als Partei, die die Unterstützung und Intervention der ASEAN beantragt hat, würdigt Kambodscha die Rolle der ASEAN bei der Erleichterung des Dialogs und der Aufrechterhaltung der regionalen Stabilität. Jedoch hat Kambodscha bisher keine offiziellen Berichte erhalten und wird keine Bewertungen akzeptieren, die nicht den vereinbarten Verfahren im Rahmen der ASEAN entsprechen.

Kambodscha bekräftigte erneut, dass es an seiner Politik und seinen Prinzipien des Nicht-Einsatzes von Minen festhält, sich für eine minenfreie Zukunft einsetzt und eine professionelle, wissenschaftliche und faire Analyse aller Vorfälle unterstützt. Das Land forderte eine dringende gemeinsame Untersuchung unter Beteiligung neutraler internationaler Experten, um eine genaue und evidenzbasierte Bewertung zu gewährleisten.

Die CMAA bedauerte, dass Thailands Anschuldigungen wiederholt in den Medien veröffentlicht wurden, ohne Kambodscha über bilaterale Mechanismen zu informieren. Dieses einseitige Vorgehen untergräbt das Vertrauen, führt zu öffentlichem Missverständnis und erschwert die Arbeit der technischen Teams vor Ort. Kambodscha bleibt der friedlichen, transparenten Zusammenarbeit verpflichtet, um die Sicherheit sowohl der kambodschanischen als auch der thailändischen Bevölkerung zu gewährleisten.

Quelle: Tan Vibol, កម្ពុជាបដិសេធដាច់ខាតចំពោះការចោទប្រកាន់ថាយោធាកម្ពុជាបានដាក់មីនថ្មីនៅតំបន់មានជម្លោះ, Khmer Times, November 25, 2025.
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