Kambodscha weist HRW-Bericht über Arbeitslosigkeit der Heimkehrer zurück

Kambodscha weist HRW-Bericht über Arbeitslosigkeit der Heimkehrer zurück

Das kambodschanische Ministerium für Arbeit und Berufsbildung hat einen Bericht von Human Rights Watch (HRW) vehement zurückgewiesen, der behauptete, kambodschanische Wanderarbeiter, die aus Thailand zurückgekehrt sind, würden zu Hause mit schwerem Hunger und weit verbreiteter Arbeitslosigkeit konfrontiert sein. Das Ministerium wies den Bericht, der nach der Veröffentlichung der HRW-Ergebnisse am Dienstag herausgegeben wurde, als ungenau, unprofessionell und ohne Beweise ab. Es beschuldigte die Menschenrechtsgruppe ferner, die umfangreichen Bemühungen der Regierung zur Unterstützung dieser Arbeiter absichtlich zu verzerren und die Öffentlichkeit in die Irre zu führen.

Ministeriumssprecher Sun Mesa kritisierte die Methodik von HRW scharf und wies darauf hin, dass der Bericht auf Interviews mit nur 56 Personen basierte. Mesa argumentierte, dass eine derart geringe Stichprobengröße die Erfahrungen der geschätzten 90.000 kambodschanischen Arbeiter, die aus Thailand zurückgekehrt sind, insbesondere nach Grenzkonflikten Mitte 2025, unmöglich repräsentieren könne. Er bezeichnete das HRW-Dokument, das den Titel „Kambodscha: Zurückgekehrte Wanderarbeiter stehen vor Hunger, Arbeitslosigkeit Viele, die auf Drängen der Regierung aus Thailand fliehen, sind mit Wucherdarlehen belastet“ trägt, als „unwissenschaftlich, ohne professionelle Integrität und inakzeptabel“.

Der HRW-Bericht hatte behauptet, die kambodschanische Regierung versage bei der Bereitstellung angemessener Unterstützung für Hunderttausende von Wanderarbeitern, von denen viele nach ihrer Rückkehr aus Thailand angeblich mit Mikrofinanzschulden belastet waren. Daraufhin forderte Mesa HRW auf, dem Ministerium die Kontaktdaten der 56 Interviewpartner zur Verfügung zu stellen, wobei er versicherte, dass Regierungsbeamte diesen Personen dann direkt bei der Arbeitssuche helfen würden. Er bekräftigte die Haltung des Ministeriums, dass der Bericht politisch motiviert sei und keine unparteiische Bewertung der tatsächlichen Arbeitsbedingungen der Rückkehrer darstelle.

Im Gegensatz zu den Behauptungen von HRW hob das Ministerium seine proaktiven Maßnahmen zur Unterstützung zurückkehrender Arbeitnehmer hervor. Es skizzierte „mehr als ein Dutzend strategischer Maßnahmen“, die landesweit umgesetzt wurden. Nach Angaben des Ministeriums haben Beamte beeindruckende 577 Jobmessen, Veranstaltungen zur sozialen Sicherung und Berufsbildungskurse im ganzen Land organisiert. Diese Initiativen sollen die Rückkehrer effektiv mit einem breiten Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten verbinden und damit das Engagement der Regierung für ihr Wohlergehen und ihre Wiedereingliederung in die lokale Wirtschaft demonstrieren.

Quelle: Sen David, Kingdom rejects report alleging returnee workers face hunger, joblessness, Khmer Times, November 28, 2025.
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