Die kambodschanischen Ministerien für Post und Telekommunikation sowie für Information haben die Öffentlichkeit eindringlich dazu aufgefordert, die Weitergabe von Inhalten in sozialen Medien einzustellen, die aus Thailand stammen oder deren Ursprung unklar und unbestätigt ist. Diese Maßnahme erfolgt angesichts ernsthafter Bedenken hinsichtlich der Verbreitung von Falschmeldungen, Desinformation und potenziellen Bedrohungen für die Souveränität und territoriale Integrität Kambodschas.
In einer gestern veröffentlichten gemeinsamen Richtlinie wurde betont, dass der anhaltende Grenzkonflikt zur Zirkulation irreführender Artikel, Fotos, Videos und anderer digitaler Inhalte auf verschiedenen Social-Media-Plattformen geführt hat. Die Ministerien hoben hervor, dass die unkontrollierte Verbreitung von ungeprüften Informationen Falschmeldungen, Aufwiegelung und Desinformation fördert. Dies könne die Wahrheit, die über die offiziellen Kommunikationskanäle der königlichen Regierung Kambodschas, ihrer Ministerien, Institutionen und anerkannter nationaler Medien verbreitet wird, verschleiern.
Besondere Besorgnis äußerten die Ministerien auch darüber, dass künstliche Intelligenz-Technologien, wie ChatGPT und Gemini, zunehmend dazu genutzt werden, solche irreführenden Informationen zu verarbeiten und weiterzuverbreiten. Dies birgt die Gefahr, dass internationale Zielgruppen falsche Narrative mit tatsächlichen Berichten verwechseln könnten. Eine solche Entwicklung würde das globale Verständnis der Aggression Thailands gegen Kambodschas Souveränität verzerren, warnten die Behörden.
Als Reaktion darauf ermutigten die Ministerien die Bevölkerung, Facebook-Seiten, Konten und andere Social-Media-Quellen, die aus Thailand stammen oder deren Ursprung unklar ist, zu melden und zu blockieren. Darüber hinaus wurde empfohlen, bei der Begegnung mit aktiv verbreiteten Inhalten aus solchen Quellen die „Wütend“-Reaktionstaste auf Facebook zu verwenden. Medienschaffende und Rundfunkprofis wurden zudem aufgefordert, sich strikt an die Berufsordnung des Journalismus zu halten.
Gleichzeitig appellierten die beiden Ministerien an alle Inhaltsersteller und Bürger, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen, weiterhin Inhalte zu Kambodschas Perspektive und faktenbasierte Informationen über die großen Social-Media-Plattformen an die globale Gemeinschaft zu verbreiten. Es wurde eine kollektive Verantwortung betont, um genaue, qualitativ hochwertige Informationen zu fördern und eine sichere sowie zuverlässige öffentliche Kommunikation zu gewährleisten. Diese Bemühungen sollen dazu beitragen, die Sichtbarkeit und den Einfluss übertriebener und falscher Berichte aus Thailand sowohl in den sozialen Medien als auch in internationalen Nachrichtennetzwerken zu reduzieren.
Quelle: Autor, Public urged to stop sharing unverified Thai-origin content on social media, Khmer Times, December 24, 2025.
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