Ein hochrangiger kambodschanischer Beamter, Ly Thuch, Erster Vizepräsident der kambodschanischen Minenaktions- und Opferhilfebehörde (CMAA), traf sich am 1. Dezember in Genf mit Ms. Izumi Nakamitsu, der Untergeneralsekretärin und Hohen Vertreterin der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die anhaltende Zusammenarbeit im Bereich der Minenräumung und die Zukunft von Kambodschas umfassender Entminungskampagne. Bei dem Treffen informierte Thuch die UN-Abrüstungschefin über die „zunehmend komplexen Herausforderungen“, die von Landminen entlang der Grenze zwischen Kambodscha und Thailand ausgehen, und betonte das anhaltende Risiko für Zivilisten und Militärpersonal sowie die enormen Ressourcen, die für die Räumung erforderlich sind.
Kambodscha hat in den letzten drei Jahrzehnten erhebliche Fortschritte bei der Räumung von Landminen und anderen explosiven Kriegsresten (ERW) erzielt. Ly Thuch erklärte, dass Kambodscha sich von einem der am stärksten verseuchten Länder der Welt zu einer führenden internationalen Autorität in den Bereichen Minenräumung, Informationsmanagement und Opferhilfe entwickelt hat. Er hob auch Kambodschas Beitrag zur weltweiten Minenräumung durch UN-Friedensmissionen hervor. Diese nationalen Erfolge führte er auf das „starke politische Engagement“ der königlichen Regierung unter den ehemaligen und aktuellen Premierministern Hun Sen und Hun Manet zurück, gepaart mit nachhaltiger Unterstützung internationaler Partner.
Thuch wies jedoch auch auf das anhaltende Problem der Kontamination entlang von Abschnitten der kambodschanisch-thailändischen Grenze hin. Er betonte, dass diese Bedrohung weiterhin Menschenleben gefährdet und umfangreiches technisches Fachwissen, finanzielle Unterstützung und Zeit erfordert. Er bekräftigte Kambodschas Engagement, diese Grenzanforderungen durch Zusammenarbeit, Dialog und technisch fundierte Ansätze mit den Nachbarländern anzugehen, um Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.
Als Reaktion darauf lobte Ms. Nakamitsu Kambodschas nachhaltige Entminungsbemühungen als Eckpfeiler von Frieden und nationaler Entwicklung und würdigte die Räumungsoperationen als bedeutendes nationales Unterfangen. Insbesondere zum Grenzproblem forderte die Hohe Vertreterin der UN sowohl Kambodscha als auch Thailand auf, friedliche Lösungen anzustreben. Der Artikel hebt die kontinuierlichen Anstrengungen Kambodschas und die Notwendigkeit internationaler Unterstützung sowie regionaler Zusammenarbeit hervor, um die verbleibenden Gefahren von Landminen wirksam zu bekämpfen und das Leben der Bevölkerung in der Grenzregion zu schützen.
Quelle: Khmer Times, Cambodia, UN disarmament chief discuss ‘increasingly complex’ mine threat at Thai border, Khmer Times, December 3, 2025.
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