Kambodscha und Indonesien haben sich verpflichtet, ihre Zusammenarbeit beim Schutz der Menschenrechte und bei der Verbesserung des Wohlergehens von Wanderarbeitnehmern zu verstärken, ein wichtiger Schwerpunkt für beide Nationen. Diese bedeutende Vereinbarung wurde während eines hochrangigen Treffens im Hauptquartier des kambodschanischen Menschenrechtskomitees (CHRC) in Phnom Penh am Montag getroffen. An den Diskussionen nahmen wichtige Persönlichkeiten teil: Keo Remy, Präsident des CHRC, und Natalius Pigai, Indonesiens Minister für Menschenrechte. Die Hauptagenda dieses zentralen Treffens konzentrierte sich auf den Austausch wertvoller Erfahrungen, die Weitergabe bewährter Praktiken, die von jedem Land entwickelt wurden, und letztlich die Erweiterung des Umfangs der gemeinsamen Bemühungen zwischen ihren jeweiligen Menschenrechtsinstitutionen.
Während des Verlaufs nahm Keo Remy die Gelegenheit wahr, die langjährige und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kambodscha und Indonesien zu würdigen. Er hob insbesondere hervor, dass sich die Menschenrechtssituation in Kambodscha kontinuierlich verbessert, was das anhaltende Engagement der Regierung widerspiegelt. Remy unterstrich ferner das starke und unerschütterliche Engagement der kambodschanischen Regierung für die Wahrung der Grundrechte auf Leben, Frieden und Sicherheit, Prinzipien, die nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch in der gesamten südostasiatischen Region als entscheidend erachtet werden. Diese Kernprinzipien, so Remy, stünden in enger Übereinstimmung mit der übergreifenden Vision der ASEAN, die stets danach strebt, größere regionale Harmonie, Stabilität und gegenseitigen Respekt unter ihren Mitgliedstaaten zu fördern.
Neben den positiven Diskussionen über die bilaterale Zusammenarbeit und die Fortschritte im Bereich der Menschenrechte nutzte der CHRC-Chef die Plattform auch, um Kambodschas wachsende und ernsthafte Besorgnis über anhaltende Grenzspannungen mit dem Nachbarland Thailand zum Ausdruck zu bringen. Remy bekräftigte akribisch Phnom Penhs konsequente Haltung, dass die jüngsten Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten hauptsächlich auf Thailands Weigerung zurückzuführen sind, international anerkannte Karten anzuerkennen und gewissenhaft zu verwenden. Diese entscheidenden Karten, so präzisierte er, wurden endgültig unter den franko-siamesischen Verträgen von 1904 und 1907 festgelegt, die Kambodscha als rechtsverbindlich und grundlegend für die Grenzziehung ansieht.
Trotz Kambodschas gewissenhafter Einhaltung eines umfassenden Waffenstillstandsabkommens, das am 28. Juli dieses Jahres in Malaysia erreicht wurde, berichtete Remy mit Besorgnis, dass thailändische Streitkräfte angeblich in kambodschanisches Territorium eingedrungen seien. Dieses angebliche Eindringen führte daraufhin zur Verhaftung von 20 kambodschanischen Soldaten, von denen, wie er feststellte, bedauerlicherweise 18 weiterhin in Haft sind. Ferner stellte Remy angesichts wiederkehrender und öffentlich gemeldeter Vorfälle aus Thailand, bei denen seine Soldaten an der Grenze auf Landminen stießen, kritische Fragen zum genauen geografischen Ort dieser Vorfälle. Er betonte entschieden, dass, wenn diese Landminenexplosionen tatsächlich auf kambodschanischem Boden stattfanden, dies eindeutig eine illegale Invasion in kambodschanisches Territorium und die Auslösung von Minen aus früheren Konflikten bedeuten würde. Umgekehrt stellte er klar, dass, wenn diese unglücklichen Vorfälle innerhalb der eigenen souveränen Grenzen Thailands stattfanden, die volle Verantwortung für solche Vorkommnisse eindeutig bei den thailändischen Behörden liegen würde, diese zu verwalten und zu adressieren.
Das Treffen diente somit als wichtige doppelte Plattform, die sowohl die robusten bilateralen Beziehungen in den Bereichen Menschenrechte und Sozialfürsorge stärkte als auch Kambodscha ermöglichte, seine erheblichen geopolitischen Bedenken hinsichtlich der territorialen Integrität und Sicherheit auf einer internationalen diplomatischen Bühne klar zu artikulieren.
Quelle: Cambodia, Indonesia pledge human rights cooperation, Khmer Times, November 26, 2025.
Link zum Artikel
