Kambodscha und China stärken Partnerschaft, besprechen Grenzsituation

Kambodscha und China stärken Partnerschaft, besprechen Grenzsituation

In einem bedeutenden diplomatischen Schritt haben Kambodscha und China in einem Telefongespräch zwischen ihren Spitzenpolitikern Ansichten über die jüngsten Entwicklungen entlang der kambodschanisch-thailändischen Grenze ausgetauscht. Gleichzeitig bekräftigten sie ihr festes Engagement für die Stärkung der bilateralen Beziehungen und ihrer strategischen Partnerschaft. Der stellvertretende Premierminister und Minister für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit Kambodschas, Prak Sokhonn, führte am Nachmittag des 18. Dezember ein Gespräch mit Wang Yi, dem Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas und Außenminister.

Laut einer vom kambodschanischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit veröffentlichten Erklärung diskutierten die beiden hochrangigen Diplomaten eine Reihe regionaler und internationaler Fragen von gegenseitigem Interesse. Ein zentraler Punkt der Erörterung waren die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der kambodschanisch-thailändischen Grenzsituation, ein Thema, das in der Region wiederholt diplomatische Aufmerksamkeit erregt hat. Diese Gespräche sind ein Indikator für die Bedeutung, die beide Nationen der Stabilität und dem friedlichen Management von Grenzangelegenheiten beimessen.

Während des konstruktiven Telefonats bekräftigten beide Minister ihre tiefe und "eiserne Freundschaft" zwischen Kambodscha und China. Diese Formulierung unterstreicht die besondere und belastbare Natur ihrer Beziehungen, die sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Sie einigten sich zudem darauf, die umfassende strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern weiter zu vertiefen. Diese Partnerschaft erstreckt sich über verschiedene Sektoren, darunter Wirtschaft, Sicherheit und kulturellen Austausch, und ist ein Eckpfeiler der Außenpolitik beider Staaten.

Darüber hinaus äußerten die Minister ihre Unterstützung für den weiteren Aufbau einer "Allwetter-Kambodscha-China-Gemeinschaft mit geteilter Zukunft in der Neuen Ära". Dieses Konzept betont die langfristige Vision einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit, die darauf abzielt, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und gemeinsame Vorteile zu erzielen. Es signalisiert eine fortgesetzte, enge Kooperation zwischen den Hauptstädten Phnom Penh und Beijing in einer sich ständig wandelnden globalen Landschaft.

Die Bedeutung dieser bilateralen Gespräche wird durch frühere internationale Reaktionen auf die kambodschanisch-thailändischen Grenzfrage unterstrichen. Im August 2025 begrüßten die USA ein Treffen der Gemeinsamen Grenzkommission (GBC) als konstruktiven ersten Schritt für den Frieden zwischen Kambodscha und Thailand. Auch Deutschland würdigte im selben Monat die Grenzgespräche. Das kambodschanische Verteidigungsministerium empfahl im Juni 2025, sich auf offizielle kambodschanische und thailändische Quellen zu verlassen, um Fehlinformationen zu vermeiden. Zudem begrüßte das Vereinigte Königreich im September 2025 ein erzieltes Grenzabkommen und drängte auf die Fortsetzung der Friedensbemühungen. Diese Bezüge verdeutlichen, dass die Zusammenarbeit zwischen Kambodscha und China im Kontext einer breiteren internationalen Anstrengung zur Förderung der regionalen Stabilität steht und zeigt, wie diplomatische Kanäle genutzt werden, um potenziell sensible Themen zu adressieren und die Entwicklung von Partnerschaften voranzutreiben.

Quelle: Khmer Times, Cambodia, China discuss border situation and reaffirm strategic partnership, Khmer Times, December 19, 2025.
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