Kambodscha wurde in einem Seminar des Cambodia Development Resource Institute (CDRI) und des ASEAN+3 Macroeconomic Research Office (AMRO) daran erinnert, sich auf finanzielle Risiken inmitten globaler Unsicherheiten vorzubereiten. Die Diskussion basierte auf den Ergebnissen des ASEAN+3 Financial Stability Report 2025 (AFSR 2025), der hervorhebt, dass globale Unsicherheiten, schnelle Digitalisierung und zunehmender Druck im Finanzsektor die Risiken für Kambodschas Finanzstabilität erhöhen könnten.
Der Workshop fand am 19. November in Phnom Penh statt und wurde von Herrn Khoo Vuthy, stellvertretendem Gouverneur und Generaldirektor für Politik und internationale Zusammenarbeit bei der National Bank of Cambodia (NBC), Frau Eng Netra, Exekutivdirektorin des CDRI, und Herrn Dr. Abdurohman, stellvertretendem Direktor des AMRO für Überwachung und Forschung, geleitet.
In ihrer Eröffnungsrede betonte Frau Netra die Bedeutung des politischen Dialogs und forderte die Teilnehmer auf, sich aktiv mit den Rednern auszutauschen, um aufkommende Herausforderungen im kambodschanischen Finanzsektor zu identifizieren. Sie hob drei Hauptthemen des Berichts hervor: Erstens, den Einfluss globaler Politik, wobei sie feststellte, dass kleine Volkswirtschaften wie Kambodscha trotz scheinbar stärkerer globaler und inländischer Widerstandsfähigkeit externen Auswirkungen ausgesetzt bleiben. Zweitens, die rasche digitale Transformation im Finanzsektor, die erhebliche Vorteile für Effizienz und Inklusion bietet, aber auch Cyber-Sicherheits- und Regulierungsrisiken erhöht. Drittens, das Ziel der königlichen Regierung, bis 2050 den Status eines Landes mit hohem Einkommen zu erreichen, wofür das CDRI Forschung betreibt und Dialoge zur Unterstützung der Politikentwicklung fördert.
Herr Khoo Vuthy hob den komplexen globalen Kontext hervor, der durch Änderungen der US-Zollpolitik, geopolitische Spannungen und rasche technologische Veränderungen gekennzeichnet ist. Er bemerkte, dass Kambodscha trotz dieser Herausforderungen seinen Rahmen für die Finanzstabilität weiter stärke, um die Widerstandsfähigkeit seines schnell expandierenden Finanzsystems zu schützen. Er fügte hinzu, dass ein ordnungsgemäßes Finanzstabilitätsmanagement implementiert wurde, das vom National Financial Stability Committee (NFSC) unter der Leitung des Premierministers überwacht wird.
Der Workshop umfasste auch Präsentationen zu wichtigen Themen wie ASEAN+3 inmitten globaler Unsicherheiten und digitaler Transformation, das Bakong-Zahlungssystem und finanzielle Inklusion in Kambodscha sowie der Aufbau von Widerstandsfähigkeit bei geoökonomischer Fragmentierung durch die Rolle von Mikrofinanzinstitutionen (MFIs), die sich zu Banken entwickeln. Eine Diskussionsrunde mit Experten der National Bank of Cambodia, des Banking and Finance Institute, des CDRI und des AMRO fand ebenfalls statt.
In seinen Schlussbemerkungen bekräftigte der stellvertretende AMRO-Direktor, dass Kambodscha wie viele kleine offene Volkswirtschaften anfällig für externe Schocks bleibt. Er wies auch auf wachsende Bedenken hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit der Riel-Währung und potenzieller Risiken bei MFIs hin. Ziel des Workshops war es, Ansichten zu den AFSR 2025-Ergebnissen auszutauschen, Entwicklungen bei MFIs und im Nichtbanken-Finanzsektor zu diskutieren und Expertenmeinungen darüber zu sammeln, wie Kambodscha seine finanzielle Widerstandsfähigkeit inmitten zunehmender globaler Unsicherheiten und beschleunigter finanzieller Digitalisierung verbessern kann.
Quelle: Nhean Chamrong, កម្ពុជាត្រូវបានក្រើនរម្លឹកឱ្យត្រៀមខ្លួនសម្រាប់ហានិភ័យហិរញ្ញវត្ថុចំពេលមានភាពមិនប្រាកដប្រជាសកល, Khmer Times, 19. November.
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