Die kambodschanische Regierung setzt ihre umfassenden Dezentralisierungsreformen mit einem neuen nationalen Fünfjahresprogramm für den Zeitraum 2026–2030 fort. Dieser Schritt folgt dem Abschluss der zweiten Phase, deren Ziel es war, die demokratische Entwicklung auf Provinzebene zu fördern. Dies gab Suos Prathana, Generaldirektor der Allgemeinen Verwaltungsabteilung des Innenministeriums, während eines wichtigen Workshops zur Vorbereitung und Umsetzung von Fünfjahresentwicklungsplänen sowie dreijährigen rollierenden Investitionsprogrammen subnationaler Verwaltungen bekannt.
Die Dezentralisierungsreformen in Kambodscha wurden ursprünglich im Jahr 2001 auf der Ebene der Gemeinden ins Leben gerufen und im Laufe der Zeit strategisch erweitert, um auch Städte, Distrikte und Provinzen einzubeziehen. Zur effektiven Unterstützung und Steuerung dieser weitreichenden Reformen startete die Regierung das Nationale Programm für Demokratische Entwicklung auf subnationaler Ebene (NPDD), das für den Zeitraum 2010–2020 konzipiert war. Über seinen zehnjährigen Implementierungsperiode hinweg trug das NPDD maßgeblich zur Förderung von Eigenverantwortung auf lokaler Ebene, einer erhöhten Effizienz bei der Leistungserbringung, verbesserter Transparenz in administrativen Prozessen, gestärkter Rechenschaftspflicht der Verantwortlichen, einer breiteren Inklusivität in Entscheidungsprozessen und einer verbesserten sozialen Gerechtigkeit bei.
Trotz dieser Erfolge räumte Prathana ein, dass die Reformen ihre ursprünglich beabsichtigten Ziele noch nicht in vollem Umfang erreicht haben und daher eine kontinuierliche Überprüfung, vertiefte Untersuchung und weitere Verbesserungen unerlässlich sind. Der erste Fünfjahresplan im Rahmen der zweiten Phase ist mittlerweile abgeschlossen, und die Vorbereitungen für den bevorstehenden Planungszeitraum von 2026 bis 2030 sind bereits in vollem Gange. Premierminister Hun Manet bekräftigte auf dem Forum für Dezentralisierungs- und Dekonzentrationsreformen zur Erreichung der kambodschanischen Vision 2050, dass über zwei Jahrzehnte dieser Reformen maßgeblich zur Stärkung und Ausweitung der Demokratie, einer effektiveren lokalen Regierungsführung und einer erhöhten politischen Stabilität im Land beigetragen haben.
Manet hob hervor, dass diese konzertierten Anstrengungen es den Bürgern ermöglicht haben, öffentliche Dienstleistungen wesentlich schneller und effizienter in Anspruch zu nehmen. Die kontinuierliche Fortführung dieser Reformen zielt darauf ab, die lokale Regierungsführung weiter zu optimieren, die Qualität der öffentlichen Dienste zu steigern und die Transparenz in allen Verwaltungsebenen Kambodschas zu fördern. Langfristig soll so die demokratische Entwicklung auf subnationaler Ebene nachhaltig verankert und die Vision Kambodschas für 2050 unterstützt werden.
Quelle: Hang Punreay, Govt continues decentralisation reforms with 2026–2030 plan, Khmer Times, January 1, 2026.
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