Kambodscha hat einen dringenden Appell an internationale Partner und Organisationen gerichtet, ihre Unterstützung für das humanitäre Minenräumprogramm des Landes fortzusetzen. Senior Minister Ly Thuch, der erste Vizepräsident der kambodschanischen Behörde für Minenaktionen und Opferhilfe (CMAA), betonte die Notwendigkeit dieser Unterstützung während einer wichtigen Feldmission am 20. November. Bei dieser Gelegenheit inspizierte er die Umsetzung des von der UNDP unterstützten Programms „Clearing for Results“ im Bezirk Kors Krolor, Provinz Battambang, einem Gebiet, das stark von Landminen betroffen ist.
Die Unterstützung kommt von vier Staatsparteien der Ottawa-Konvention – Australien, Neuseeland, der Republik Korea und Luxemburg – sowie vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP). Diese Zusagen sind entscheidend für die Fortführung von Kambodschas Minenräumungsbemühungen, insbesondere für die laufende Phase 4 (2020-2025) und die geplante Phase 5 (2026-2030). Die Delegation, die an der Inspektion teilnahm, umfasste auch Vertreter der japanischen Botschaft in Kambodscha, den Provinzführer von Battambang sowie diverse lokale Behörden und Vertreter der begünstigten Gemeinden. Ihre Präsenz unterstreicht die breite internationale und lokale Kooperation.
Ly Thuch sprach im Namen der königlichen Regierung und des kambodschanischen Volkes seinen tief empfundenen Dank für die beständige und großzügige Unterstützung aus. Er hob hervor, dass diese Hilfe ein klares Zeichen globaler Solidarität und eines gemeinsamen humanitären Engagements darstellt, um die verheerenden und langanhaltenden Auswirkungen von Landminen zu überwinden. Der Senior Minister bekräftigte das ehrgeizige Ziel der kambodschanischen Regierung unter Premierminister Hun Manet, das Land bis zum Jahr 2030 vollständig minenfrei zu machen. Dieses Ziel erfordert weiterhin die gebündelten Anstrengungen aller Entwicklungspartner, Minenaktionsbetreiber und relevanter Interessengruppen.
Thuch betonte die weitreichende Bedeutung der Minenaktion, die über das bloße Räumen und Zerstören von Landminen hinausgeht. Sie sei vielmehr ein Instrument zur Verbesserung der Lebensgrundlagen, zur Reduzierung von Risiken für die Bevölkerung, zur Wiederherstellung der Würde der Opfer und zur Befähigung der Gemeinden, eine sichere und prosperierende Zukunft aufzubauen. Das 2006 gestartete Programm „Clearing for Results“ hat in dieser Hinsicht bereits bemerkenswerte Erfolge erzielt. Es wurden insgesamt 418 Quadratkilometer minenverseuchtes Land geräumt, was 16 Prozent der gesamten bisher in Kambodscha geräumten Fläche ausmacht. Direkt davon profitierten landesweit 1,3 Millionen Menschen.
Allein in der aktuell abschließenden Phase 4 des Programms, die den Zeitraum von 2020 bis 2025 abdeckt, konnten bis September 2025 über 174 Quadratkilometer Land von Minen befreit werden. Diese spezifischen Maßnahmen kamen mehr als 341.000 Menschen zugute, indem sie sicheren Zugang zu Ackerland, Infrastruktur und Wohngebieten ermöglichten. Kambodscha hofft, durch die fortgesetzte internationale Zusammenarbeit das definierte Ziel einer minenfreien Nation bis 2030 erreichen zu können, um langfristig Frieden und Entwicklung zu sichern.
Quelle: Khmer Times, Cambodia calls for continued support for its mine action programme, 21. November 2025.
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