Kambodscha: Regierung und Privatsektor stärken Dialog für Wirtschaftswachstum

Kambodscha: Regierung und Privatsektor stärken Dialog für Wirtschaftswachstum

Die kambodschanische Regierung und der Privatsektor haben bedeutende Schritte unternommen, um den Mechanismus des Regierungs-Privatsektor-Forums (G-PSF) zu stärken. Dies geschieht durch die Einführung neuer Standardbetriebsverfahren (SOP) und eines verbesserten Datenmanagement-Informationssystems (MIS). Das übergeordnete Ziel ist es, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft zu intensivieren und den Privatsektor als entscheidende Triebfeder für das nationale Wirtschaftswachstum Kambodschas zu etablieren.

Ein zentrales Treffen zur Überprüfung und Erörterung dieser neuen SOPs und MIS für das G-PSF fand kürzlich im Rat für die Entwicklung Kambodschas (CDC) statt. Die Beratungen wurden von Herrn Nut Unvanra geleitet, dem stellvertretenden Generalsekretär des kambodschanischen Investitionsausschusses und Vorsitzenden des Sekretariats des Koordinationsausschusses für den G-PSF-Mechanismus, der dem CDC angegliedert ist. Zu den hochrangigen Teilnehmern gehörten wichtige Funktionäre des CDC, Vertreter der kambodschanischen Handelskammer (CCC), Mitglieder der Arbeitsgruppe für öffentlich-private Partnerschaften sowie der kambodschanisch-australischen Partnerschaft für eine widerstandsfähige Entwicklung (CAPRED).

Der Hauptzweck dieser Initiativen ist es, klare Strukturen und Rollen für alle am G-PSF-Prozess beteiligten Akteure festzulegen. Die konsequente Umsetzung der Standardbetriebsverfahren soll gewährleisten, dass der G-PSF-Mechanismus einheitlich, transparent, effizient, verlässlich und ergebnisorientiert funktioniert. Diese Maßnahmen sind entscheidend für eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatsektor.

Herr Lim Heng, Vizepräsident der kambodschanischen Handelskammer (CCC), begrüßte diese Entwicklungen ausdrücklich. Er merkte an, dass es in der Vergangenheit an klaren Standards und einer spezifischen Struktur für die Arbeitsgruppen des G-PSF-Mechanismus gefehlt habe. Die Einführung der neuen SOPs sei daher ein "klares Signal" zur Verbesserung der Kommunikation und Koordination, was letztlich die Effektivität des gesamten G-PSF-Mechanismus erheblich stärken werde.

Das G-PSF, das seit 1999 als zentrale hochrangige Konsultationsplattform in Kambodscha fungiert, bietet der Geschäftswelt einen etablierten, formalen und transparenten Kanal. Über diesen Kanal können Unternehmen ihre Anliegen direkt an die Regierung richten und konstruktive Lösungsvorschläge unterbreiten. Diese direkte Kommunikation führt zu verbindlichen Entscheidungen, die in Plenarsitzungen unter dem Vorsitz des Premierministers getroffen werden.

Anlässlich der 19. G-PSF-Sitzung, die im vergangenen November im Friedenspalast stattfand, bekräftigte Premierminister Hun Manet die strategische Bedeutung des Privatsektors. Er bezeichnete ihn als unverzichtbaren Partner zur Ankurbelung der Landeswirtschaft. Die Regierung sei entschlossen, eng mit dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Ziele zu erreichen und Kambodschas Vision zu verwirklichen, bis zum Jahr 2050 zu einem Land mit hohem Einkommen aufzusteigen. Die aktuellen Reformen des G-PSF sind somit ein wichtiger Schritt, um dieses ambitionierte nationale Ziel zu erreichen und die Weichen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand zu stellen.

Quelle: Chea Vanyuth, Stärkung des Regierungs-Privatsektor-Forums in Kambodscha, Khmer Times, 21. November 2025.
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