Ein Bericht des Anti-Drogen-Departments des Innenministeriums vom 31. Dezember enthüllt, dass Kambodscha im vergangenen Jahr einen Anstieg der drogenbezogenen Festnahmen verzeichnete, obwohl das Volumen der beschlagnahmten Betäubungsmittel stark zurückging. Dies ist auf verstärkte Razzien zurückzuführen.
Zwischen Januar und Dezember letzten Jahres wurden 26.421 Verdächtige wegen Drogendelikten festgenommen, was einem Anstieg von 1,49 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Von den Verhafteten waren 1.118 ausländische Staatsangehörige aus 18 verschiedenen Ländern.
Die Menge der von den Behörden bei Operationen gegen Drogenhandel und -konsum im Jahr 2025 beschlagnahmten Drogen ging zurück, während die Zahl der festgenommenen Verdächtigen leicht anstieg. Insgesamt wurden vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 5,88 Tonnen illegaler Drogen beschlagnahmt, was einen starken Rückgang gegenüber den 14,7 Tonnen im Jahr 2024 darstellt. Zu den meisten beschlagnahmten Betäubungsmitteln gehörten Ketamin, Ecstasy, Heroin, Crystal Methamphetamin, Methamphetamin-Pillen, Kokain und Cathinon.
Generalleutnant Khoeung Sarath, Leiter des Anti-Drogen-Departments im Innenministerium, äußerte sich besorgt über die Drogenkriminalität in Kambodscha. Er betonte, dass trotz intensivierter Razzien der Drogenhandel und -schmuggel weiter zunehmen, wobei viele der beschlagnahmten Drogen für den Export in Drittländer bestimmt sind. Die meisten Rädelsführer seien chinesische Staatsangehörige.
Die meisten in Kambodscha zirkulierenden Drogen wurden aus dem Goldenen Dreieck, wie Myanmar, Laos und Thailand, importiert. Aktuelle Trends zeigen jedoch, dass kriminelle Netzwerke kambodschanisches Territorium auch zur Herstellung von Drogen nutzen, zusätzlich zum Import aus dem Goldenen Dreieck.
Quelle: Buth Reaksmey Kongkea, More arrested for drugs crimes last year, Khmer Times, January 5, 2026.
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