Die Regierung Kambodschas hat durch Beamte des Staatssekretariats für Grenzangelegenheiten die aktuelle vorübergehende Grenzziehung mit Thailand erklärt. Staatssekretär It Sotha betonte in einer Sondersendung des kambodschanischen Nationalfernsehens, dass die Demarkation eine rein technische Angelegenheit sei, die auf rechtlichen Dokumenten und Beweismitteln aus der französischen Protektoratszeit beruhe. Dazu gehören die französisch-siamischen Konventionen von 1904 und 1907, die zugehörigen Protokolle sowie historische Karten. Sotha wies Anschuldigungen der Opposition, die Regierung würde Land gegen Frieden eintauschen oder Informationen verbergen, entschieden zurück. Er versicherte, dass der Prozess transparent sei und in Abstimmung mit der thailändischen Seite erfolge.
Die ursprünglichen 74 Grenzpfähle, die von der Indochina-Siam-Grenzkommission in den Jahren 1919-1920 gesetzt wurden, sind im Laufe der Zeit durch natürliche Faktoren, Kriege und mehr als 100 Jahre Vergehen beschädigt oder verloren gegangen. Angesichts dieser Situation einigten sich die Regierungen beider Länder 1997 auf die Einrichtung einer Gemischten Kommission für die Demarkation der Landgrenzen. Dies führte 2000 zu einem Memorandum of Understanding und 2003 zu einem Masterplan für die Grenzabmarkung. Seit 2006 suchen kambodschanische Vermessungsteams nach den ursprünglichen 74 Grenzpfählen, um deren genaue Positionen zu ermitteln und die Grenze gemäß dem Vertrag von 1907 neu festzulegen, ohne neue Grenzziehungen vorzunehmen.
Srer Bora, Generaldirektor für technische Grenzangelegenheiten, erläuterte die Fortschritte bei der Setzung provisorischer Grenzpfähle. Zwischen den Grenzpfählen 42 und 47 im Distrikt O'Chrov der kambodschanischen Provinz Banteay Meanchey, gegenüber dem Distrikt Khok Sung in der thailändischen Provinz Sa Kaeo, wurden 11 provisorische Pfähle gesetzt und die Datenerfassung am 26. und 27. November abgeschlossen. Zwischen den Grenzpfählen 52 und 59 im Distrikt Kamrieng der Provinz Battambang, gegenüber dem Distrikt Pong Nam Ron in der thailailändischen Provinz Chanthaburi, wurden sogar 166 provisorische Pfähle vollständig gesetzt. Zur Datenerhebung vor Ort werden Drohnen eingesetzt. Beide Beamte betonten, dass der gesamte Prozess schrittweise und in gegenseitigem Einvernehmen mit Thailand durchgeführt werde. Sie forderten die Bevölkerung auf, dem technischen Team zu vertrauen, da es die Vereinbarungen des MoU von 2002, die Konventionen von 1904 und 1907 sowie alle relevanten historischen Dokumente und Karten gewissenhaft einhalte.
Quelle: Toun Vibol, មន្ត្រីជំនាញបកស្រាយពីការបោះបង្គោលព្រំដែនបណ្ដោះអាសន្នផ្អែកតាមឯកសារផ្លូវការ, Khmer Times, 1. Dezember 2025.
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