Kambodscha-Japan: Grüne Sonderwirtschaftszone zur Förderung von Investitionen geprüft

Kambodscha-Japan: Grüne Sonderwirtschaftszone zur Förderung von Investitionen geprüft

Das Council for the Development of Cambodia (CDC) und das Economic Research Institute for ASEAN and East Asia (ERIA) haben in Phnom Penh hochrangige Gespräche über den Fortschritt des Projekts einer Grünen Sonderwirtschaftszone (GSEZ) zwischen Kambodscha und Japan geführt. Das Treffen, gemeinsam geleitet vom stellvertretenden Premierminister und ersten Vizevorsitzenden des CDC, Sun Chanthol, und einer ERIA-Delegation unter der Leitung von Senior Policy Officer Yamada Yasuhiro, betonte die gemeinsamen Bemühungen beider Seiten zur Förderung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Wirtschaftsentwicklung.

Dieses Projekt ist eng mit Kambodschas Pentagonal-Strategie verknüpft und zielt darauf ab, hochwertige ausländische Direktinvestitionen (FDI) anzuziehen, neue Arbeitsplätze zu schaffen und den Transfer moderner Technologien zu erleichtern. Sun Chanthol hob hervor, dass die Machbarkeitsstudie als grundlegende Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Umsetzung des Projekts dienen wird, und dankte ERIA für die exzellente Zusammenarbeit, wobei er die Arbeitsgruppe zur weiteren engen Kooperation mit dem CDC ermutigte.

Die Initiative für die Sonderwirtschaftszone geht auf einen Vorschlag von Premierminister Hun Manet während seines Japanbesuchs im Dezember 2023 zurück. Sie ist Teil der laufenden Bemühungen, eine nachhaltige industrielle Entwicklung in Kambodscha voranzutreiben und gleichzeitig langfristige japanische Investitionen in umweltverantwortliche Fertigungsverfahren anzuziehen. Kambodscha und Japan sind beide Mitglieder des Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP), eines umfassenden regionalen Handelsabkommens, das 2022 in Kraft trat.

Japanische Investitionen in Kambodscha umfassen bereits Projekte wie Minebea (Cambodia) Co Ltd für moderne Maschinen und Motoren, eine Automobilmontagefabrik, Aeon Malls sowie Initiativen im Agrarsektor. In einem separaten Treffen präsentierte Yamada von ERIA dem Minister für Industrie, Wissenschaft, Technologie und Innovation, Hem Vanndy, die Ergebnisse einer Studie zu GSEZ-Standorten. Die Analyse umfasste Kambodschas Humanressourcen, Logistik, Energieversorgung, Regierungsführung und Landpreise im Vergleich zu Nachbarländern für die Entwicklung einer Grünen Sonderwirtschaftszone.

Yamada wies darauf hin, dass angesichts der EU-Bestrebungen hin zu kohlenstoffbasierten Zöllen japanische Unternehmen, die in einer Grünen Sonderwirtschaftszone mit erneuerbaren Energien betrieben werden, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil erzielen würden. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für zukünftige nachhaltige Investitionen.

Quelle: Chea Vanyuth, CDC, ERIA take stock of new Cambodia-Japan Green SEZ project, Khmer Times, November 26, 2025.
Link zum Artikel