Kambodscha informiert über Grenzsituation zu Thailand und Opferzahlen.

Kambodscha informiert über Grenzsituation zu Thailand und Opferzahlen.

Chann Rotana, Unterstaatssekretär und amtierender Sprecher des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit, informierte am Freitagnachmittag 25 Vertreter von 22 diplomatischen Missionen und internationalen Organisationen in Phnom Penh über die jüngsten Entwicklungen der Grenzsituation zwischen Kambodscha und Thailand.

Die Briefings konzentrierten sich auf drei zentrale Themen. Erstens wurde das gemeinsame Statement des 3. Sonderausschusses für die Allgemeine Grenze (GBC) vom 27. Dezember 2025 erläutert, das die diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation und Konfliktlösung an der gemeinsamen Grenze aufzeigt. Zweitens wurden die wesentlichen Ergebnisse des trilateralen Treffens der Außenminister und hochrangigen Militärvertreter Kambodschas, Thailands und Chinas vorgestellt, das am 29. Dezember 2025 in der chinesischen Provinz Yunnan stattfand. Dieses Treffen unterstreicht die regionale Dimension des Konflikts und Chinas Rolle als wichtiger Akteur bei der Förderung der Stabilität in der Region. Die Einbindung Chinas deutet auf eine breitere diplomatische Strategie hin, um eine umfassende Lösung oder zumindest eine verstärkte Überwachung der Situation zu erreichen.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Freilassung von 18 kambodschanischen Soldaten am 31. Dezember 2025, ein Ereignis, das auf die jüngsten Spannungen und militärischen Auseinandersetzungen an der Grenze zurückzuführen ist und möglicherweise auf eine Entspannung oder zumindest auf Verhandlungsergebnisse hindeutet. Der Unterstaatssekretär ging zudem auf die aktualisierten zivilen Opferzahlen ein, darunter Todesfälle, Verletzte und Vertriebene. Er sprach auch über die umfangreichen Schäden, die durch die willkürlichen Angriffe der thailändischen Streitkräfte auf das Territorium und die Souveränität Kambodschas sowie auf zivile Gebiete verursacht wurden. Diese Informationen unterstreichen die schwerwiegenden humanitären Auswirkungen des Konflikts auf die Zivilbevölkerung.

Chann Rotana nutzte die Gelegenheit, seinen aufrichtigen Dank für die humanitäre Hilfe auszudrücken, die Kambodscha von allen befreundeten Ländern, insbesondere China, entweder direkt oder über internationale Organisationen und NGOs, gewährt wurde. Dies zeigt die Notwendigkeit internationaler Unterstützung angesichts der Krise und die Bedeutung der Solidarität zwischen den Nationen. Die kontinuierliche Bereitstellung von Hilfe ist entscheidend, um die Leid der Betroffenen zu lindern und den Wiederaufbau zu unterstützen. Die Zusammenkunft in Phnom Penh diente dazu, die internationale Gemeinschaft umfassend zu informieren und um weitere Unterstützung zu werben, um eine friedliche Lösung der Grenzstreitigkeiten zu fördern und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Quelle: Khmer Times, Cambodia updates diplomatic missions and international organisations on border situation, Khmer Times, January 3, 2026.
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