Kambodscha genehmigt 600 Projekte: 400.000 neue Arbeitsplätze erwartet

Kambodscha genehmigt 600 Projekte: 400.000 neue Arbeitsplätze erwartet

Kambodscha hat in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 die Genehmigung von fast 600 Investitionsprojekten bekannt gegeben, die über 400.000 neue Arbeitsplätze schaffen sollen. Laut Sun Mesa, Sprecher des Ministeriums für Arbeit und Berufsbildung (MLVT), wurden genau 572 Fabrik- und Unternehmensprojekte bewilligt, was ein starkes Signal für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes darstellt. Diese umfangreiche Initiative zielt darauf ab, insbesondere kambodschanischen Arbeitskräften, die aus Thailand zurückkehren, nachhaltige Beschäftigungsmöglichkeiten im eigenen Land zu bieten und die Abhängigkeit von der Auslandsarbeit zu verringern.

Das MLVT ermutigt aktiv alle Kambodschaner, besonders die ehemaligen Wanderarbeiter, der Arbeit im Inland Vorrang einzuräumen, um die heimische Wirtschaft zu stärken und die Fachkenntnisse im Land zu halten. Mesa wies zudem darauf hin, dass das Ministerium derzeit über 80.000 freie Stellen für Arbeitssuchende zur Verfügung hat, was die sofortige Verfügbarkeit von Beschäftigungsmöglichkeiten unterstreicht und die Rückkehrbereitschaft der Arbeiter unterstützen soll.

Per Oktober 2025 sind in Kambodscha schätzungsweise 46.349 Fabriken und Unternehmen in Betrieb, die insgesamt über 2 Millionen Menschen beschäftigen. Der Textil- und Bekleidungssektor, ein Eckpfeiler der kambodschanischen Exportwirtschaft, stellt dabei mit 1.810 Fabriken und über 1,1 Millionen Beschäftigten den größten Arbeitgeber dar. Diese Sektoren sind entscheidend für die Wertschöpfung und den Wohlstand im Land.

Die positiven Entwicklungen im Bereich der Investitionen und Arbeitsplatzschaffung sind nicht auf die Hauptstadt Phnom Penh beschränkt, sondern erstrecken sich auch auf die Provinzen. Vei Samnang, Gouverneur der Provinz Takeo, berichtete, dass seine Provinz im selben Zeitraum beeindruckende 149 neue Fabriken und Unternehmen verzeichnen konnte. Diese neuen Investitionen erstrecken sich über verschiedene strategisch wichtige Sektoren, darunter Landwirtschaft, Agroindustrie sowie die Bekleidungs- und Schuhherstellung, was eine Diversifizierung der Wirtschaftsbasis signalisiert.

Samnang betonte die proaktive Strategie der Provinz, Investoren anzuziehen, indem sie ihre einzigartigen Stärken hervorhebt: eine junge, dynamische und fähige Arbeitskraft, eine robuste und sich ständig verbessernde Infrastruktur, die Verfügbarkeit großer Kanäle für einen effizienten Transport von Gütern sowie ein friedliches und sicheres Investitionsumfeld. Solche Faktoren sind entscheidend, um Vertrauen bei internationalen und lokalen Investoren aufzubauen.

In der Provinz Takeo sind derzeit insgesamt 819 Fabriken in Betrieb, die mehr als 120.000 Arbeitsplätze bieten. Eine detaillierte Aufschlüsselung zeigt, dass 135 davon Bekleidungs- und Schuhfabriken sind, die über 100.000 Mitarbeiter beschäftigen, während die restlichen 684 Nicht-Bekleidungsfabriken über 25.000 Arbeitskräfte beheimaten. Diese Zahlen spiegeln den landesweiten Trend zu verstärkter Industrialisierung und Jobschaffung wider und tragen maßgeblich zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und zur Reduzierung der Abhängigkeit von der Arbeitsmigration bei, was ein zentrales Ziel der Regierung ist.

Quelle: Mom Kunthea, Over 400K new jobs expected as Cambodia okays 600 projects in 10 months, Khmer Times, November 26, 2025.
Link zum Artikel