Kambodscha deportiert 42 Vietnamesen wegen Online-Betrug

Kambodscha deportiert 42 Vietnamesen wegen Online-Betrug

Kambodscha hat kürzlich eine Gruppe von 42 vietnamesischen Staatsangehörigen, darunter sechs Frauen, abgeschoben, die wegen illegalen Aufenthalts und der Beteiligung an Online-Betrugsoperationen im Land verurteilt wurden. Die Deportation erfolgte über den internationalen Grenzübergang Meun Chey in der Provinz Prey Veng, nachdem umfassende Ermittlungen durch das Generaldirektorium für Einwanderung (DGI) des Innenministeriums durchgeführt worden waren. Diese Aktion unterstreicht die verstärkten Bemühungen der kambodschanischen Regierung, die illegalen Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Cyberkriminalität, zu unterbinden.

Die Anweisung zur Durchführung dieser Operation kam von höchster Ebene, namentlich von Sar Sokha, dem stellvertretenden Premierminister und Innenminister, sowie der gesamten Führung des Innenministeriums. Generalleutnant Sok Veasna, der Generaldirektor für Einwanderung, beauftragte die Abteilung für Ermittlungen und Verfahren damit, die notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten. Die Fallakten, die von der Geheimdienstabteilung des Generalkommissariats der Nationalpolizei stammten, lieferten die Grundlage für die Abschiebung, die in voller Übereinstimmung mit den geltenden Einwanderungsgesetzen und -verfahren des Königreichs erfolgte. Die Feststellung, dass die Einzelpersonen unrechtmäßig in Kambodscha lebten und aktiv an Online-Betrugsmaschen beteiligt waren, führte direkt zu dieser entschlossenen Reaktion der Behörden.

Dieser Vorfall ist kein Einzelfall, sondern reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen Kambodschas zur Bekämpfung der Online-Kriminalität. In den letzten Monaten wurden Hunderte, wenn nicht Tausende von Personen festgenommen, die in ähnliche Betrugsringe verwickelt waren. So wurden beispielsweise im November 2025 106 Indonesier wegen Online-Scams verhaftet, und im Oktober 2025 wurden fast 3.500 Verdächtige im Rahmen einer groß angelegten Razzia gegen Online-Betrugsnetzwerke festgenommen. Die kambodschanische Regierung hat zudem ihre internationale Zusammenarbeit, unter anderem mit Ländern wie Myanmar, verstärkt, um diesen grenzüberschreitenden Kriminalitätsphänomenen effektiv begegnen zu können. Diese Betrugsoperationen, oft als "pig butchering" Scams bekannt, locken Opfer mit falschen Versprechungen von Liebe oder Investitionen an und zwingen häufig die dort arbeitenden Personen unter menschenunwürdigen Bedingungen zu arbeiten.

Die anhaltende Entschlossenheit Kambodschas, gegen solche illegalen Machenschaften vorzugehen, spiegelt sich auch in lokalen Warnungen wider, wie etwa in der Provinz Svay Rieng, wo rechtliche Schritte gegen Räumlichkeiten angedroht wurden, die mit Online-Betrugsnetzwerken in Verbindung stehen. Solche Maßnahmen sind entscheidend, um die Integrität der nationalen Grenzen zu wahren, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und Kambodschas Ruf als sicheres Land zu schützen. Die Deportation der vietnamesischen Staatsangehörigen ist ein klares Zeichen dafür, dass das Königreich illegale Aktivitäten, insbesondere organisierte Online-Kriminalität, nicht tolerieren wird.

Quelle: Khmer Times, 42 Vietnamese deported from Cambodia, Khmer Times, January 19, 2026.
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