Kambodscha: CDC genehmigt Milliardeninvestitionen in 11 Monaten

Kambodscha: CDC genehmigt Milliardeninvestitionen in 11 Monaten

Kambodscha hat in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 einen bemerkenswerten Anstieg der Investitionen verzeichnet. Der Rat für die Entwicklung Kambodschas (CDC) genehmigte in diesem Zeitraum 609 Anlageninvestitionen mit einem Gesamtinvestitionskapital von 9,5 Milliarden US-Dollar, wodurch über 400.000 Arbeitsplätze geschaffen werden sollen. Dies stellt einen deutlichen Zuwachs dar, da die Projektzahl um 56,5 Prozent von 389 Projekten im gleichen Zeitraum des Vorjahres gestiegen ist und das investierte Kapital um 48,4 Prozent von 6,4 Milliarden US-Dollar zugenommen hat. Diese beeindruckenden Zahlen wurden von Sun Chanthol, dem stellvertretenden Premierminister und Ersten Vizepräsidenten des CDC, anlässlich seiner Eröffnungsrede auf der 18. Kambodschanischen Handelsmesse in Phnom Penh bekannt gegeben.

Chanthol führte die hohen Direktinvestitionen (FDI) auf die Faktoren Frieden, starke politische Stabilität und flexible Investitionsanreize zurück. Er betonte, dass "Frieden, politische Stabilität und Wirtschaftswachstum, gepaart mit Investitionsanreizen und -politiken, Katalysatoren sind, um neue Investitionen nach Kambodscha zu locken, Arbeitsplätze zu schaffen, Exporte anzukurbeln und zur sozioökonomischen Entwicklung beizutragen". Die vorgelegten Zahlen unterstreichen Kambodschas wachsendes Potenzial als wichtiges regionales Investitionszentrum, das durch die konsequenten Bemühungen der Regierung um ein attraktiveres Geschäftsumfeld gefördert wird. Er hob zudem hervor, dass das Königreich von fDi Intelligence im FDI Performance Index 2024 als potenzielles Investitionsziel anerkannt wurde, was die Attraktivität Kambodschas weiter bestätigt. Der fDi Intelligence Emerging Markets Index berücksichtigt dabei auch Faktoren wie die Entwicklung der Infrastruktur, politische Anreize für Investoren und die generellen Fähigkeiten von Städten und Regionen, zukünftige kommerzielle Investitionen anzuziehen.

Laut Angaben des CDC konzentrierten sich die genehmigten Investitionsprojekte hauptsächlich auf die Bereiche der Bekleidungs- und Nicht-Bekleidungsindustrie, Infrastruktur, Landwirtschaft und Agroindustrie sowie Tourismus. China bleibt weiterhin der wichtigste ausländische Investor im Königreich, gefolgt von weiteren wichtigen Investoren aus Singapur, Vietnam, den Britischen Jungferninseln, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Lim Heng, Vizepräsident der kambodschanischen Handelskammer, begrüßte diese positive Entwicklung und hob hervor, dass die neuen Investitionen nicht nur Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die Exporte ankurbeln und somit maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen.

Im Gespräch mit den Khmer Times betonte Heng die entscheidende Rolle bilateraler Handelsabkommen mit China und Südkorea sowie des regionalen Mega-Handelspakts RCEP und der präferenziellen Handelsprogramme in der EU und den USA. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Anziehung neuer Direktinvestitionen und Geschäftsleute nach Kambodscha. Bereits im Jahr 2024 hatte Kambodscha 414 Anlageninvestitionsprojekte mit einem Gesamtwert von 6,9 Milliarden US-Dollar angezogen, was einem Anstieg von 40 Prozent gegenüber 4,92 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 entspricht. Diese kontinuierliche Aufwärtsentwicklung bestätigt Kambodschas Position als attraktiver und dynamischer Standort für internationale Investitionen.

Quelle: Chea Vanyuth, CDC approves investment projects worth $9.5 billion in 11 months, Khmer Times, December 5, 2025.
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