Kambodscha bestätigt Teilnahme an SEA Games in Thailand trotz Bedenken

Kambodscha bestätigt Teilnahme an SEA Games in Thailand trotz Bedenken

Kambodscha hat seine Teilnahme an den 33. Südostasienspielen (SEA Games) in Thailand bestätigt, die vom 9. bis 20. Dezember 2025 stattfinden sollen. Diese Ankündigung des National Olympic Committee of Cambodia (NOCC) führte zu geteilten Reaktionen in der kambodschanischen Öffentlichkeit.

Einige Netizens äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Athleten, da sie verbalen oder physischen Missbrauch in Thailand befürchten, insbesondere vor dem Hintergrund anhaltender Grenzspannungen. Andere schlugen vor, Kambodscha solle die Spiele aus Solidarität mit 18 kambodschanischen Soldaten boykottieren, die seit fast vier Monaten vom thailändischen Militär festgehalten werden. Diese Debatte spiegelt sowohl den Stolz auf kambodschanische Athleten als auch die Sorge um ihre Sicherheit wider.

Die Regierung hat die Teilnahme Kambodschas an diesem regionalen Multisport-Event genehmigt. Das Land wird mit einer Delegation von 333 Athleten, Trainern und Offiziellen in 21 Sportarten antreten, darunter Leichtathletik, Schwimmen, Judo, Taekwondo und E-Sports. Angesichts des Erfolgs bei den 32. SEA Games 2023, wo Kambodscha mit 282 Medaillen (81 Gold, 74 Silber, 127 Bronze) den vierten Platz belegte, sind die Erwartungen an das Team für die Spiele 2025 hoch.

Vath Chamroeun, Generalsekretär des NOCC, versicherte, dass die kambodschanischen Athleten in Bangkok besonderen Schutz erhalten werden. Er betonte, dass alle Athleten im selben Hotel untergebracht werden und dass die Prinzipien der Nichtdiskriminierung der Olympischen Bewegung eingehalten werden. Chamroeun hob hervor, dass die Spiele dem Sport und nicht der Politik dienen und darauf abzielen, Frieden und Harmonie zu fördern.

Er stellte zudem klar, dass Kambodscha als Mitglied der Southeast Asian Games Federation (SEAGF) und der regionalen Olympischen Bewegung teilnimmt und verpflichtet ist, an Multisport-Veranstaltungen gemäß den SEAGF- und Olympischen Chartas teilzunehmen. Ein Nichtteilnehmen könnte als Missachtung des internationalen Sportrechts ausgelegt werden. Die Teilnahme zeige Mut, Würde und ein Bekenntnis zu Frieden und universellen Sportprinzipien.

Kin Phea, Generaldirektor des International Relations Institute of Cambodia, gab den Athleten Sicherheitsratschläge, darunter das Vermeiden unnötiger Ausflüge, der Schutz persönlicher Gegenstände, das Fernhalten von verbotenen Substanzen und die Überprüfung von Speisen und Getränken durch medizinisches Personal. Er empfahl zudem, in geteilten Unterkünften mit anderen ausländischen Teams zu bleiben.

Thailands Minister für Tourismus und Sport, Atthakorn Sirilatthayakorn, versicherte, dass alle Athleten, einschließlich derer aus Kambodscha, gleiche Betreuung und Schutz erhalten werden. Er bekräftigte das Engagement der Gastgeberregierung, Sicherheit, Komfort und angemessene Unterkünfte zu gewährleisten, und betonte, dass politische Themen den Sport nicht beeinflussen sollten.

Quelle: Khmer Times, Cambodia confirms participation at SEA Games in Thailand, Khmer Times, November 24, 2025.
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