Kambodscha hat seine feste Unterstützung für die Ein-China-Politik bekräftigt und betont, dass dies eine Schlüsselbedingung für die Aufrechterhaltung von Frieden und Stabilität in der Region ist. Diese diplomatische Erklärung von Phnom Penh erfolgt, während der chinesische Präsident Xi Jinping Pekings Ziel der Wiedervereinigung Taiwans mit dem Festland als einen "unaufhaltsamen historischen Trend" wiederholt.
Das kambodschanische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MOFAIC) erklärte in einer Stellungnahme, dass Kambodscha die Volksrepublik China (VR China) als die einzige legitime Regierung Chinas anerkennt und Taiwan als einen unveräußerlichen Teil Chinas betrachtet. Kambodscha unterstütze Chinas Bemühungen zur nationalen Wiedervereinigung und lehne jede Form der "Taiwan-Unabhängigkeit" ab. Das Ministerium betonte zudem, dass die Ein-China-Politik entscheidend für die Sicherung von Frieden, Stabilität und Harmonie im asiatisch-pazifischen Raum sei und die Prinzipien des gegenseitigen Respekts und der friedlichen Beilegung von Differenzen und Streitigkeiten aufrechterhalte.
Die Bekräftigung Kambodschas kommt, nachdem China kürzlich groß angelegte Militärübungen um Taiwan durchgeführt hat, die als eskalierend wahrgenommen wurden. Daraufhin forderte der chinesisch-taipeiische Präsident Lai Ching-te parteiübergreifende Einheit für ein bedeutendes Verteidigungsbudget und betonte die nationale Sicherheit über die Politik. Taiwan bekräftigt, keinen Konflikt zu provozieren, sich aber zu verteidigen. Mehrere Länder und Blöcke, darunter die Europäische Union und Japan, äußerten Besorgnis über die chinesischen Militäraktivitäten und betonten, dass Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße durch Dialog statt durch militärischen Druck aufrechterhalten werden sollten.
Chheng Kimlong, Präsident des Asian Vision Institute (AVI), hob hervor, dass Kambodschas erneute Stellungnahme, obwohl nicht neu, angesichts der eigenen Grenzstreitigkeiten und der steigenden geopolitischen Spannungen weltweit von großer Bedeutung für das Königreich ist. Er erklärte, dass Kambodscha damit nicht nur seinen Status als Verbündeter Chinas bekräftige, sondern auch sein Engagement für regionalen Frieden und Stabilität zeige. Kimlong fügte hinzu, dass Kambodscha mit dieser Haltung auch die Konzepte der Souveränität und des Völkerrechts respektiere und sich auf das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates berufe. Durch die Unterstützung der Ein-China-Politik schütze sich Kambodscha zudem vor Separatismus, da separatistische Bewegungen, insbesondere solche, die von externen Mächten unterstützt werden, historisch kostspielig und selten positiv gewesen seien.
Quelle: Taing Rinith, Cambodia yet again throws weight behind One-China Policy, Khmer Times, January 2, 2026.
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